Wir gratulieren 18 neuen eidg. dipl. Kommunikationsleiter/-innen

Zürich, 2. November 2012 – Neunzig Prozent der angehenden Kommunikationsleiterinnen und -leiter haben die anspruchsvolle Prüfung bestanden und dürfen sich künftig eidg. dipl. nennen. Die beste unter ihnen war auch dieses Jahr eine Frau.

Auch dieses Jahr dominierte das weibliche Geschlecht die eidgenössische Höhere Fachprüfung zur Kom­mu­nikationsleiterin bzw. zum Kommunikationsleiter eindeutig. 14 Frauen standen bzw. sassen 6 Männern ge­gen­über. Zudem erzielte – wie könnte es anders sein – mit Liliane Rotzetter, Leiterin Kommunikation und Produktion Städte bei railtour suisse, auch eine Frau das beste Ergebnis des Jahrgangs mit einem Noten­durchschnitt von 4.9. Selbstverständlich schlugen sich die männlichen Absolventen genauso hervorragend. So erreichten von insgesamt 20 Teilnehmenden 18, das heisst stolze 90 Prozent, das begehrte Diplom. Ende Januar 2013 wird es ihnen anlässlich der Diplomfeier zusammen mit einem englisch abgefassten Diploma Supplement überreicht, das einen Vergleich mit entsprechenden europäischen Abschlüssen ermöglicht.

PC oder Papier, das war die Wahl 
Die angehenden Kommunikationsleiterinnen und -leiter hatten im schriftlichen Teil bereits zum zweiten Mal die Wahl, ob sie die Prüfung – übrigens als eine der wenigen eidgenössischen Abschlüsse – am PC oder wie bisher üblich in handschriftlicher Form ablegen. Da in einer Prüfung das Arbeiten am PC nicht nur Vorteile bietet, entschieden sich allerdings noch eine knappe Mehrheit von 11 Teilnehmenden für die traditionelle Methode.
 
SW Schweizer Werbung gratuliert den frischgebackenen Kommunikationsleiterinnen und -leiter
(in alphabetischer Reihenfolge)
  • Affolter Susanne, Münsingen
  • Bonorand Mara, Zürich
  • Burch Kristina, Küsnacht
  • Erne Stefan, Triesen
  • Fehr Matthias, Pfäffikon
  • Huber Roland, St. Gallen
  • Kunz Flavia, Gerolfingen
  • Nanzig-Schori Katja, Zürich
  • Rissi Andrea, Thalwil
  • Rohner Fabienne, Rebstein
  • Rotzetter Liliane, Spiegel b. Bern
  • Rüesch Regina Raphaela, Rheineck
  • Salvisberg Flavia, Wettswil
  • Sedleger Ivan, St. Gallen
  • Smaldore Nadia, Wettingen
  • Valina Marta, Wetzikon
  • Weber Marc, Binningen
  • Zeltner Jolanda, Balgach
Liliane Rotzeter, Beste KL 2012
Liliane Rotzetter aus Spiegel b. Bern erzielte mit einem Notendurchschnitt von 4.9 das
beste Ergebnis des Jahrgangs 2012.
 
 
SW Schweizer Werbung, Thomas Meier, SW Kommunikationsbeauftragter,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, N 079 674 30 74
 

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Workshop Markenrecherche von SW Schweizer Werbung

Bei beiden Kursen hat es noch ein paar Plätze frei: Anmeldung bis 30.10.2012 möglich:            In Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum IGE bietet SW Schweizer Werbung am Donnerstag, 1. November 2012, im Bildungszentrum Digicomp in Zürich erstmals ihren Workshop zum Thema Markenrecherche an. Und das gleich doppelt. In jeweils gut drei Stunden erarbeiten am Morgen und am Nachmittag maximal 28 Kommunikationsspezialisten pro Workshop das wichtige Grundwissen praxisnah am individuellen PC-Arbeitsplatz.

Wie prüfe ich, ob ein Markenname eingetragene Schutzrechte verletzt? Woran erkenne ich, dass meine Marke einer anderen zu sehr ähnelt? Wo kann ich mich über das Markenrecht generell informieren? Unter kundiger Anleitung von Matthias Käch, IP-Trainer und Leiter Schulung beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum IGE, lösen die Teilnehmenden solche und andere Fragen selbstständig am eigenen PC. Ganz nach dem Motto: Wenig Theorie, viel Praxis.

Wenig Theorie, viel Praxis
Der halbtägige Workshop zeichnet Möglichkeiten und Grenzen eigener Recherchen auf, erklärt die benötigten Werkzeuge und weist auf die wichtigsten Probleme hin, die bei der Beurteilung der Verwechselbarkeit von Marken auftreten können. Dieses Wissen erleichtert die tägliche Arbeit in den Agenturen und Werbeabteilungen der Auftraggeber, reduziert den Rechercheaufwand und erspart manch lästiges Telefongespräch. Damit SW Schweizer Werbung eine individuelle Betreuung und konkrete Lerneffekte sicherstellen kann, hat sie die Teilnehmerzahl auf maximal 28 begrenzt. Dadurch können alle Teilnehmenden die Fragestellungen individuell am eigenen PC-Arbeitsplatz lösen.

Alle Absolventen und Absolventinnen erhalten nach dem Workshop per Post eine Teilnahmebestätigung. Falls sich diese Art von praxisnahem Arbeiten bewährt, prüft SW Schweizer Werbung, den Workshop in Zukunft regelmässig durchzuführen.

Programm vom Donnerstag, 1. November 2012:

09.00 – 12.00 Uhr, Workshop 1 / Vormittag
14.00 – 17.00 Uhr, Workshop 2 / Nachmittag

Begrüssung durch Dr. Marc Schwenninger, SW Schweizer Werbung
Einführung und Schulung mit Matthias Käch, Eidgenössisches Institut für
Geistiges Eigentum IGE 

Veranstaltungsort
Digicomp, Limmatstrasse 50, 8005 Zürich, Telefon 044 447 21 21, digicomp.ch

Anreise
Ab Hauptbahnhof (Ausgang Landesmuseum / Museumstrasse) ca. 4 Minuten zu Fuss
auf der Limmatstrasse Richtung Limmatplatz oder mit Tram Nr. 4, 13 oder 17 bis zur
Haltestelle «Museum für Gestaltung».

Kursgebühr
SW-Mitglieder: CHF 370.–*
Nicht-Mitglieder: CHF 470.–
In der Kursgebühr enthalten sind: Dokumentation, Teilnahmezertifikat, Getränke und
Snacks.

* Mitglieder SW Schweizer Werbung, PS Publicité Suisse, promoswiss, script, SDV,
SMC, Mitglieder aller Werbe- und Kommunikations-Clubs der Schweiz sowie
Experten von KL-, KP- und Texterprüfungen

 

 

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ASW-Geschäftsführer Peter Grob ist verstorben

SW Schweizer Werbung hat mit Bestürzung und Trauer zur Kenntnis nehmen müssen, dass ASW-Geschäftsführer Peter Grob am vergangenen Sonntag völlig überraschend verstorben ist. Das ist umso unverständlicher und schockierender, als er noch vergangene Woche voller Lebenslust am WEMF Medienforschungstag in Baden teilgenommen hat.

SW Schweizer Werbung verliert mit Peter Grob einen langjähriger Weggefährten und guten Freund. Der Dachverband der kommerziellen Kommunikation entbietet Ursula Grob sowie all seinen Angehörigen und dem ASW sein herzliches Beileid.

Die Abdankung findet am kommenden Freitag, den 21. September 2012, um 14.00 Uhr, in der Evang.-Ref. Kirche Schwamendingen, Stettbachstrasse 58, 8051 Zürich statt.

Lageplan

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Salomonischer Entscheid im Streit um die Online-Werbung der SRG

SW Schweizer Werbung nimmt zur Kenntnis, dass die Diskussion um die Online-Werbung der SRG nach dem heutigen salomonischen Entscheid des Bundesrates weiterhin offen bleibt. Im Interesse der kommerziellen Kommunikation in der Schweiz unterstützt sie jedoch alle Bestrebungen für möglichst liberale Rahmenbedingungen – auch bei der Online-Werbung.

Der Dachverband der kommerziellen Kommunikation begrüsst grundsätzlich alle Massnahmen, welche die Möglichkeiten der Werbung in der Schweiz optimieren. In diesem Sinne stimmt SW Schweizer Werbung mit dem Bundesrat überein, dass die SRG aufgrund der grenzüberschreitenden Konkurrenz mittelfristig auch im Internet kommerziell tätig sein muss. Im Gegenzug anerkennt SW jedoch das vitale Interesse der Verleger, in diesem nach wie vor nicht sehr offenen Markt mit gleich langen Spiessen kämpfen zu können.

Der heutige Entscheid des Bundesrates ist aus Sicht von SW Schweizer Werbung nur ein Zwischenschritt hin zu einer umfassenden Lösung. Die Diskussion muss weitergehen. In diesem Sinne begrüsst der Dachverband auch die geplante ausserparlamentarische Medienkommission.

SW Schweizer Werbung, Thomas Meier, SW-Kommunikationsbeauftragter, N 079 674 30 74, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Medienmitteilung des Bundeshauses vom 14.9.2012

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Werbeverbote tun allen weh

Ohne freie Kommunikation keine freie Marktwirtschaft. Ohne freie Marktwirtschaft keine Demokratie. Erfahren Sie mehr über den individuellen, wirtschaftlichen Nutzen der Werbung.
 
Weiterführende Informationen sowie Bestellmöglichkeit unserer Broschüre in Deutsch, Französisch oder Italienisch hier...

Werbeverbote lösen keine gesellschaftlichen Probleme

Immer öfter glauben besorgte Politikerinnen und Politiker, denen die Volksgesundheit am Herzen liegt, gesellschaftliche Probleme wie Tabak- und Alkoholsucht oder Fettleibigkeit mit Werbeverboten lösen zu müssen. In den meisten Fällen erweist sich das als Trugschluss. Denn unvoreingenommen betrachtet, spricht nur wenig gegen die Werbung und sehr vieles für sie.
 

Werbeverbote unterbinden Informationen

Werbung sagt uns, wenn ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung auf den Markt kommt. Sie erklärt uns, welchen Nutzen wir davon haben. Sie lässt uns Preise und Leistungen vergleichen. Kurz, sie weist uns den Weg in der schier unendlichen Vielfalt der Angebote – der kommerziellen wie der ideellen, sozialen und politischen. Damit ist die kommerzielle Kommunikation ein Mittel der Aufklärung und der bürgerlichen Selbstverantwortung. Werbeverbote unterbinden diese Informationen.
 

Werbeverbote gefährden die Medienfreiheit

Werbeverbote widersprechen der Wirtschaftsfreiheit

 

Werbeverbote vernichten Markenwerte

Werbeverbote verhindern Innovationen

Werbeverbote bedrohen Arbeitsplätze

Werbeverbote sind Scheinlösungen

Werbeverbote sind Kostentreiber

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Newsartikel 2007

06.12.2007

Diplomfeier der Kommunikationsleiterinnen und Kommunikationsleiter 2007

Eine hohe Teilnahme, erfreuliche Noten und eine beeindruckende Erfolgsquote prägten die Diplomfeier für die neuen Kommunikationsleiterinnen und Kommunikationsleiter.

Diplomfeier Kommunikationsleiter/-innen 2007
Die besten drei: Patrick Hartwanger, Juliane Huber Holger und Sandra Gysi (v.l).

shr. Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der höheren Fachprüfung für Kommunikationsleiter mit eidgenössischem Diplom haben sich am 5. Dezember in Zürich zur Übergabe der begehrten Dokumente versammelt. 33 der 35 Diplomierten hatten die Reise ins Hotel Carlton unternommen, um das karrierefördernde Papier aus den Händen des Präsidenten der Prüfungskommission, Urs Schneider, in Empfang zu nehmen.

Es gab viel Lob zu hören an diesem Abend: Prüfungsleiter Heinz Egli fand bei der Begrüssung anerkennende Worte für die fast lückenlose Anwesenheit der Eingeladenen. Bloss zwei waren ferngeblieben. Aus triftigem Grund: Sie weilen in Übersee.

Keine Ahnung keine Werbung In seiner Laudatio strich Urs Schneider die Bedeutung der Ausbildung hervor. In Umkehrung des Slogans «Keine Werbung, keine Ahnung», betonte der Prüfungskommissionspräsident, dass es eben viel Ahnung brauche, um gute Werbung zu machen. Die Auszeichnung mit dem eidgenössischen Diplom belege, dass dieses nötige Knowhow vorhanden sei. Alle Absolventen seien dank dieser Ausbildung Generalisten mit detaillierter Kenntnis.

Drei Ziele sind gemäss Schneider mit der Ausbildung verbunden:
1. Die erfolgreiche Absolvierung des Lehrgangs
2. Die Förderung der Freude am Beruf
3. Eine persönliche Bereicherung durch den Aufbau eines Netzwerkes
 
Insofern sei der erfolgreiche Abschluss der zweijährigen Ausbildung vergleichbar mit einem Sprungbrett für die Karriere.

Schneider wünschte den Anwesenden eine gute Zukunft, und dass sie stets gute, professionelle und intelligente Werbung machen mögen.

Anschliessend überreichte der Präsident der Prüfungskommission den Absolventinnen und Absolventen einzeln ein Couvert mit dem begehrten und hart erarbeiteten Inhalt und zeichnete die drei Diplomanden mit der besten Durchschnittsnote aus.

Den ersten Preis, einen Reisegutschein im Wert von Fr. 3’000.– der Zeitschrift «Touring», konnte Juliane Huber Holger in Empfang nehmen. Sie hatte die Fabelnote 5,3 erreicht.

Mit der Durchschnittsnote 5,0 teilten sich Patrick Hartwanger und Sandra Gysi in den zweiten Rang. Sie erhielten einen von BAT gesponserten Check über Fr. 500.–.

Die drei Erstklassierten wurden zudem mit einem von Marketing & Kommunikation gespendeten Blumenstrauss und einem Abonnement geehrt.

Extra aus der welschen Schweiz angereist war auch die einzige Westschweizer Diplomandin, Claire-Lise Rimaz, welche das Dokument aus den Händen des Prüfungsleiters aus der Romandie, Michel Repond, entgegennehmen konnte.

Publisuisse verloste darüber hinaus drei Jahreskonzessionen für die SRG-Programme. APG/Affichage, Sawi, tilllate, UBS, und Zurich Financial Services heissen die weiteren Sponsoren, die zum Gelingen dieses Events beigetragen haben.

Und gleichsam als Willkommensgruss, erhalten alle Absolventinnen und Absolventen der anspruchsvollen Prüfung von der Schweizer Werbung SW/PS eine Gratismitgliedschaft für ein Jahr.


04.12.2007

Neuer Fachausweis für die Werbung

Am 3. Dezember erfolgte die Gründung einer Trägerschaft für den neuen eidgenössischen Fachausweis «Fachfrau/Fachmann Text und Konzept». Die Schweizer Werbung SW zählt zu den Mitinitianten dieses neuen Berufsbildes.

Trägerschaftsvertreter eidg. Fachausweis Texterin und Texter
 

 

 

Christoph Fuchs, Geschäftsleiter script; Monika Luck Geschäftsleiterin SW/PS; Nikolaus Stähelin, EB Zürich, Bereichsleiter (stehend v. l.) und Heinz Egli, SW-Weiterbildungsbeauftragter, Maurice Codourey, Initiator und Mitverantwortlicher der neuen eidg. Prüfung Fachfrau/Fachmann Text Konzept (sitzend v. l.).

 

 

Die vier Musketiere für eine künftige einheitliche Berufsprüfung in der Schweizer Werbetextwelt sind die Schweizer Werbung SW, der Schweizer Texterinnen- und Texterverband script, die kantonale Berufsschule für Weiterbildung EB Zürich sowie die Fédération romande de publicité et de communication FRP.

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technik BBT in Bern ist die Anlaufstelle für neue Projekte im Bereich Berufsbilder. Gemäss den aktuellen Regeln muss auch die neu gegründete Trägerschaft mit einem Dokumentenpaket die eigene nationale Verankerung präsentieren. In der zweiten Phase nimmt die Prüfungskommission ihre Arbeit auf. Verschiedene Expertinnen und Experten entwickeln dann gemeinsam das neue Prüfungs- und Durchführungsreglement. Ziel des neuen Berufsbildes ist eine sinnvolle Breite mit fachlichen und überfachlichen Kompetenzen. Ziel ist die solide Grundausbildung für eine anerkannte, qualifikationsergänzende Ausbildung zur Texterin und zum Texter inklusive Konzeptkompetenzen.

Das Berufsbild hat grosses Potential; suchen doch bereits jetzt zahlreiche Werbetreibende und Auftraggeber in der Werbe-, Kommunikations- und Marketingbranche nach qualifzierten Fachkräften. Knotenpunkt für die engagierte Entwicklung mit dem Premierenziel 2010 bildet die Geschäftsstelle der Schweizer Werbung SW.

Maurice Codourey

 

05.11.2007

Höhere Fachprüfung für Kommunikationsleiter mit eidg. Diplom 2007.

Die Erfolgsserie setzt sich fort.

Nachdem bereits in den beiden Vorjahren die Erfolgsquote bei der Fachprüfung für Kommunikationsleiterinnen und Kommunikationsleiter sehr hoch lag, bestanden diesmal 85% der KandidatInnen das Examen mit Erfolg.

40 Kandidatinnen und Kandidaten aus der Deutschschweiz und drei Westschweizer absolvierten die schriftliche Prüfung traditionellerweise im beschaulichen Städtchen Lenzburg. Sie hatten einen 17 stündigen Prüfungsmarathon zu bewältigen, der gefolgt war von mündlichen Examen in Lenzburg und Lausanne.

Die Prüflinge waren bestens vorbereitet zu den Examen erschienen, absolvierten doch insgesamt 85% aller Teilnehmenden diese mit Erfolg. Damit wurden die guten Ergebnisse der Vorjahre fortgesetzt. Auffallend ist, dass immer mehr Frauen eine Karriere in der Kommunikationsbranche anstreben: Von 34 Diplomierten gehören 23 dem weiblichen Geschlecht an. Den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Höheren Fachprüfung stehen nunmehr alle Türen offen. Sei dies im Beruf oder in einem Studium an den Fachhochschulen.

Die Prüfungskommission bedankt sich für den enormen Einsatz und gratuliert den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen zum Diplom, welches ihnen am 5. Dezember im Rahmen einer Feier überreicht wird.

Piero Schäfer


 

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10.10.2007

Workshop der Schweizerischen Lauterkeitskommission und der Stadt Zürich

Kampf gegen Sexistische Werbung und seine Grenzen

Der Workshop der Lauterkeitskommission (LK) zum Thema sexistische Werbung ist auf erhebliches Interesse gestossen: Der Musiksaal im Statdhaus war jedenfalls voll, als Stadträtin Kathrin Martelli die Gäste zu den Referaten und dem anschliessenden Podiumsgespräch begrüsste. Quintessenz der Tagung: Es braucht die LK, sie muss aber noch bekannter und effizienter werden.

SLK Workshop und Stadt Zürich - K. Martelli und J. Fager
Stadträtin Kathrin Martelli und
Jan Fager vom schwedischen Ethikrat

Jan Fager vom schwedischen Ethikrat staunte nicht schlecht, als ihn Nationalrätin Pascale Bruderer, auf Schwedisch begrüsste. Die Präsidentin der Lauterkeitskommission hatte ein Jahr in Skandinavien gelebt und sich dort die Sprache angeeignet. Bruderer erläuterte in ihrer Einleitung zum Workshop über sexistische Werbung die Anliegen, welche sie für die Weiterentwicklung der Lauterkeitskommission für wesentlich hält. Es gelte unter anderem, die Arbeit der Kommission bekannter zu machen und vor allem auch politischen Kreisen klar zu machen, dass die LK nicht einfach eine Gruppe von Werbern sei, sondern ein Gremium von integren Spezialisten und Fachexperten. Pascale Bruderer erläuterte den von der Lauterkeitskommission vor kurzem aktualisierten Grundsatz Nr. 3.11., in welchem die sexistische Werbung normiert ist.

Stadträtin Kathrin Martelli überbrachte die Grussbotschaft des Zürcher Stadtrates. Als Hüterin des öffentlichen Raumes plädierte sie zwar für freche und extrovertierte Werbung, diese dürfe aber eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Die entsprechende Kontrolltätigkeit funktioniere in Zürich bestens, denn sie werde persönlich nur ganz selten mit Fragen rund um sexistische Werbung konfrontiert. Kathrin Martelli bedankte sich bei der Lauterkeitskommission für ihre guten Dienste und empfahl der Werbewirtschaft einen verantwortungsvollen Umgang mit der Werbung auf Plakaten.

Der juristische Sekretär der Lauterkeitskommission, Marc Schwenninger, erläuterte anschliessend die Aufgaben und Strukturen der vor über 40 Jahren gegründeten Schweizerischen Lauterkeitskommission. Auf grosses Interesse stiessen insbesondere die Präsentation einiger praktischer Fälle, welche demonstrierten, wie eng es bei der Entscheidung werden kann, ob Werbung sexistisch ist oder nicht.

Im Zusammenhang mit der Aktualisierung des Grundsatzes Nr. 3.11. hatte eine Arbeitsgruppe der LK die Fühler ins Ausland ausgestreckt und deshalb Jan Fager vom schwedischen Ethikrat nach Zürich eingeladen. Fager stellte die Situation in Schweden vor. Grundsätzlich funktioniert die Selbstkontrolle in Schweden ähnlich wie in der Schweiz, allerdings braucht es keine Beschwerde für eine Intervention, der Ethik Rat wird auch von sich aus aktiv. Das wirkt sich freilich auch quantitativ aus: Im Rekordjahr 2004 hatte das Gremium 740 Fälle zu begutachten (Schweiz jeweils ca 300). Fager zeigte anhand diverser Beispiele, wie man das Thema in seinem Land beurteilt, dabei fiel auf, dass vor allem der Tatbestand der überholten Geschlechterrolle häufiger im Zentrum von Beschwerden steht als bei uns. Auch in Schweden ist man der Meinung, dass Selbstkontrolle besser ist als staatlicher Eingriff. Nicht zuletzt deshalb allerdings, weil wegen des verfassungsmässig verbrieften Rechts auf Meinungsäusserungsfreiheit das Grundgesetzt geändert werden müsste.

Im abschliessenden Podiumsgespräch, nahmen neben Pascale Bruderer, die beiden Werber Thomas Städeli (Wirz Werbung) und Pius Walker (Walker Werbeagentur) sowie Dore Heim, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Zürich teil.

Pascale Bruderer bestätigte das grosse Knowhow der Kommission, sie betonte aber gleichzeitig, dass die LK noch zu wenig bekannt sei und deshalb ihre Tätigkeit vermehr an die Öffentlichkeit tragen müsse. Bruderer hat auch keine Angst, die Kommission mit vermehrter Öffentlichkeitsarbeit Klagen aus der Werbewirtschaft auszusetzen. «Es wird vielleicht Erklärungsbedarf geben im einen oder anderen Fall, meinte die LK-Präsidentin, «ich bin aber überzeugt, dass es zu keinen solchen Anstössen kommt, wenn wir uns auf unsere Grundsätze und Kompetenzen stützen.» Bruderer stellte sich auf den Standpunkt, dass es keine Gesetze brauche, da eine legislatorische Regelung einige Nachteile mit sich bringen könne.

Eine politische Regelung lehnt auch der Werber Pius Walker ab, das sei gefährlich, weil man dann sehr viel verbieten müsste, denn letztlich seien die gezeigten Kampagnen mit sexistischem Inhalt lauter Beispiele für schlechte Werbung. Gemäss Walker ist es in erster Linie eine Verschwendung von Werbegeldern. Eine Vorinstanz, welche Werbung zensuriert, würde letztlich Auftraggeber davor schützen, schlechte Werbung zu publizieren, und das könne nicht die Aufgabe des Staates sein.

Dem widersprach Dore Heim, die der Meinung ist, dass es möglich sein müsse, Werbung im öffentlichen Raum zu verbieten, wo man den Bildern ausgesetzt ist. Es gebe Werbung, die ein Frauenbild transportiere, das schädlich sei. Der Staat habe die Aufgabe, die Diskriminierung eines Geschlechtes zu verhindern. Und die Stadt Zürich hat schon Mega-Poster verboten.

Auf die Frage, wer denn für sexistische Werbung verantwortlich ist (eher die Agentur oder der Auftraggeber) meinte Thomas Städeli, dass es schon eher die Kunden sind, die Zurückhaltung üben. Letztlich wirkt sich ja auch eine allfällige Sanktion gegen Letzteren und nicht auf die Kreativen aus. Den Vorwurf, die Lauterkeitskommission sei zahnlos, entkräftete Pascale Bruderer mit der Forderung nach mehr Transparenz über die Tätigkeit der Kommission. Sie strebt deshalb eine stärkere Zusammenarbeit mit Medien an und erwartet davon einiges.

Als absolut problematisch und bedenklich bezeichnete Dore Heim die Werbung in Bauzeitschriften. Da komme zunehmend ein unverfrorener Sexismus rüber, der sogar richtig schädlich für das Frauenbild sei.

Die Gleichstellungsbeauftragte relativierte auf der anderen Seite die Bedeutung der Werbung. Gerade junge Frauen seien dem ganzen übrigen Kanon ausgesetzt. Der «Krieg um die Schönheit werde nicht nur in der Werbung, sondern auch auf den redaktionellen Seiten geführt. Auch die Übersexualisierung findet gemäss Heim nicht nur in der Werbung, sondern ebenso in den Medien statt. Das dürfe in dieser Diskussion nicht vergessen gehen.

Abschliessend fasste Pascale Bruderer in drei Punkten die Ausrichtung der Lauterkeitskommission zusammen:
 
1. Es sei wichtig, dass Kinder und Jugendliche besonders geschützt werden. Bruderer glaubt aber, dass dieses Thema weit über den Bereich der Werbung und der Geschlechterdiskriminierung hinaus gehe.
 
2. Der Konfrontation mit geschlechterdiskriminierender Werbung oder Gewaltdarstellungen kann man nicht mit Verboten von Plakaten begegnen, diese finde in zahlreichen anderen Bereichen und Medien und nicht zuletzt auch in der Familie statt.
 
3. Betreffend Übersexualisierung stellt Bruderer fest, dass die Lauterkeitskommission keine Moralinstanz ist, ausserdem gehe man hier von total unterschiedlichen Sensibilitäten aus, welche völlig verschiedene Grenzen ausmachten. Deshalb sei die Arbeit der Lauterkeitskommission so wichtig. Mit Grundsatz Nr. 3.11. sei eine Grenze mehr oder weniger definierbar.

Piero Schäfer


 

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26.09.2007

Wirtschaftskomitee fordert «sinnvolle Alkoholpolitik»

Ein ad hoc zusammengestelltes Wirtschaftskomitee hat ein Papier verabschiedet, das vom Bundesrat «sinnvolle Alkoholpolitik» verlangt. Insbesondere kritisiert das Komitee, dass das BAG die geplanten Massnahmen des Nationalen Programms Alkohol 2007–2011 beschlossen habe, ohne die betroffenen Wirtschaftskreise in die Ausarbeitung mit ein zu beziehen. Weder der Detailhandel noch die Landwirtschaft, auch nicht die Werbewirtschaft oder der Arbeitgeberverband seien zu diesem Thema angehört worden. Und diejenigen wenigen Wirtschaftsvertreter, die zu Hearings eingeladen worden waren, sahen sich einer dominierenden Phalanx von 50 Beamten und Präventionsfachleuten gegenüber. Aus diesem Grund fordern die 14 Unterzeichner den Bundesrat auf, das Massnahmenpaket nicht einfach zustimmend zur Kenntnis zu nehmen, sondern zur Überarbeitung an das BAG zurück zu weisen. Das Komitee fordert zudem eine breit abgestützte politische Diskussion sämtlicher betroffener Kreise und Institutionen. Die unterzeichnenden Organisationen, darunter auch die Schweizer Werbung SW, anerkennen zwar einen Handlungsbedarf im Bereich des Jugendschutzes, lehnen aber unnötige, bürokratische und über das Ziel hinausschiessende Massnahmen ebenso ab wie die Diskriminierung der inländischen Alkoholwirtschaft und die Kriminalisierung und Gängelung weiter Teile der Bevölkerung.

Unterzeichner sind:
Schweizerischer Gewerbeverband, Schweizerischer Bauernverband, Schweizerischer Arbeitgeberverband, Schweizer Werbung SW, GastroSuisse, hotelleriesuisse, Swiss Retail, IG Detailhandel, Schweizerischer Brauereiverband, Verband Schweizer Weinhandel, Schweizerischer Spirituosenverband, Vereinigung des Schweizerischen Import- und Grosshandels, Schweizerischer Obstverband und die Tankstellenshops der Erdölvereinigung

Piero Schäfer


24.09.2007

Keine Befugnis für kantonale Einschränkungen

Neben den Werbeverboten für Tabak- und Alkoholprodukte werden immer wieder auch Einschränkungen für die Bewerbung von Konsumkrediten auf kantonaler Ebene diskutiert. Ein Rechtsgutachten, das die APG in Auftrag gegeben hat, kommt zum Schluss, dass Kantone für die Einführung dieser Massnahme nicht befugt sind.

Die Plakate stehen als auffallendes Werbemedium zunehmend im Schussfeld der Kritik. In diversen Kantonen ist die Plakat-Werbung für Genussmittel wie Tabak und Spirituosen bereits verboten, und allenthalben wird über weitere Verbote debattiert. Im Fokus steht unter anderem die Einschränkung der Konsumkredite-Werbung, die für zunehmende Überschuldung verantwortlich sein soll. Die Plakatgesellschaft APG, die sich bereits durch die bestehenden Verbote als Medium diskriminiert fühlt, hat den Rechtsanwalt Lucas David vom Zürcher Anwaltsbüro Walder Wyss & Partner mit der Ausarbeitung eines Gutachtens beauftragt. Im Zentrum stand dabei die Frage, ob Kantone überhaupt berechtigt sind, Werbeverbote für Konsumkredite zu erlassen. Der Verfasser kommt zum Schluss, dass dies nicht möglich ist.

Im Einzelnen führt Lucas David Folgendes aus:

Zuständigkeit des Kantons
Gemäss Art. 19 Abs 1 des Konsumkreditgesetzes von 2001 regelt der Bund die Konsumkreditverträge abschliessend. Dazu gehört gemäss David auch die Werbung. Insofern ist es den Kantonen verwehrt, weitergehende Bestimmungen zum Schutz der Konsumenten zu erlassen. Über die in Art. 3 lit. K – n UWG vorgesehenen Werbeeinschränkungen hinaus seien die Kantone nicht berechtigt, weitere einschränkende Massnahmen bezüglich einzelner Werbemedien zu verlangen.

Werbung als Teil der Wirtschaftsfreiheit
Aus verfassungsmässiger Sicht fällt das gewerbemässige Aushängen von Plakaten auf privatem und auch öffentlichem Grund in den Schutzbereich der Wirtschaftsfreiheit. Einschränkungen dieses Grundrechtes sind daher nur unter den Voraussetzungen von Art. 36 BV zulässig. Dieser verlangt eine gesetzliche Grundlage, öffentliches Interesse sowie Verhältnismässigkeit für eine derartige Massnahme.

Eine gesetzliche Grundlage ist gemäss David nicht gegeben, da das KKG 2001 eine abschliessende Regelung enthält.

Kein Öffentliches Interesse
Öffentliches Interesse ist - anders als bei Alkoholika und Tabakprodukten, wo gesundheitliche Überlegungen mitspielen – nicht gegeben, weil es nicht das Ziel sein kann, den Abschluss von Kleinkreditverträgen per se einzuschränken. Sozialpolitisch unerwünschte Auswirkungen sollen aber gleichwohl verhindert oder vermindert werden. Gemäss KKG (Art. 22–32) muss eine Kreditfähigkeitsprüfung erfolgen, welche die Vermeidung von Überschuldung bezweckt
 
Wollte man den Bürger generell vor übereilten Verkaufsabschlüssen schützen, müsste man auch andere Vertriebsformen wie Selbstbedienungsläden, Automatenverkäufe, Spielsalons und die Werbung dafür verbieten. Vor allem müsste zuerst einmal ein Zusammenhang zwischen der zu verbietenden Werbung und den behaupteten Missständen dargetan werden. Eine solche Untersuchung gibt es bisher aber nicht

Verhältnismässigkeit ist nicht gegeben
Angesichts der Tatsache, dass das KKG einen ganzen Katalog von Auflagen enthält (Art. 22–32), welche der Kreditgeber vor Abschluss eines Konsumkreditvertrages zu prüfen und erfüllen hat, erscheint ein generelles Verbot der Aussenwerbung als unverhältnismässig. Zum Vergleich: Spielbanken haben als Auflage nur die Vorgabe «nicht in aufdringlicher Weise» Werbung zu machen.

Schlussfolgerung
Lucas David kommt zum Schluss, dass die Kantone nicht befugt sind, neben der Einhaltung des Lauterkeitsrechts weitere Einschränkungen für die Konsumkreditwerbung und insbesondere der Plakatwerbung zu erlassen. Der Schutz des Vermögens zählt laut David nicht zum Kreis der öffentlichen Interessen, für die der Staat grundsätzlich zu sorgen hat. Falls dies dennoch der Fall wäre, gäbe es weniger einschneidende Massnahmen als ein generelles Plakatwerbeverbot. Ein solches müsste dann aber auch auf andere Angebote, die zu einer Überschuldung der Konsumenten führen können, ausgedehnt werden.

Piero Schäfer


 

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14.09.2007

Neue Veröffentlichungspraxis der LK

Die Schweizerische Lauterkeitskommission hat beschlossen, ihre Veröffentlichungspraxis zu ändern: Alle Fälle, die von einer der drei Kammern entschieden worden sind, werden nunmehr nach abgelaufener Rekursfrist auf der Homepage publiziert.

Ein Anliegen der neuen Präsidentin der Schweizerischen Lauterkeitskommission, Pascale Bruderer, ist es, die Lauterkeitskommission und deren Arbeit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Anlässlich einer Plenarsitzung wurde deshalb beschlossen, die Arbeit der Kommission transparenter zu gestalten. Bisher wurden nur entweder medienmässig spannende Fälle publiziert, die in der Allgemeinheit gerade aktuell waren oder dann aber Urteile, deren Veröffentlichung Sanktionscharakter hatten.

Um dem Anspruch der höheren Bekanntheit und damit auch der Glaubwürdigkeit der Kommission vermehrt gerecht zu werden, werden seit kurzem alle Fälle, die von der Kommission behandelt und entschieden worden sind, auf der eigenen Homepage www.lauterkeit.ch veröffentlicht. Da es sich dabei nicht um eine Sanktionsmassnahme handelt, werden die Namen der Parteien jeweils weggelassen.

Die bisher praktizierte Pressearbeit sowie die Publikation als Sanktionsmassnahme werden gleichermassen weitergeführt.

Piero Schäfer


14.09.2007

Stellungnahme der Schweizer Werbung SW zum Berner Entscheid

Mit Genugtuung hat die Schweizer Werbung SW den Entscheid des Berner Grossen Rates zur Kenntnis genommen, wonach kein Gesetz gegen sexistische Werbung ausgearbeitet werden soll. Die SW zeigt sich insbesondere befriedigt über die Argumentation der Gegner des geplanten Werbeverbotes: Die Mehrheit des Parlamentes war der Meinung, dass sich die Selbstregulierung der Branche bewährt habe. Auch die Lauterkeitskommission nimmt den Entscheid gerne zur Kenntnis, welcher belegt, dass ihre Arbeit von politischen Gremien anerkannt wird. Das Berner Urteil bedeutet freilich nicht, dass die Kommission sich jetzt zurücklehnen kann, im Gegenteil, sie ist sich der Brisanz des Themas durchaus bewusst, nicht zuletzt deshalb hat sie den Grundsatz Nr. 3.11 über geschlechterdiskriminierende Werbung neu formuliert. Gleichzeitig wird die LK weiterhin alles daran setzen, die Branche zu sensibilisieren. Einerseits mit vermehrter Öffentlichkeitsarbeit, anderseits mit Veranstaltungen über sexistische Werbung: Am 9. Oktober findet im Zürcher Stadthaus ein Workshop über sexistische Werbung statt, an welchem das Thema kontradiktorisch diskutiert wird.

Piero Schäfer


 

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04.09.2007

SW unterstützt «Das goldene Ohr»

«Das Goldene Ohr» ist ein in Zürich domizilierter Radio Award, der in vier Ländern (Schweiz, Deutschland Österreich und Südtirol) ausgeschrieben wird. In Deutschland gehört er neuerdings zu den Top-50 Werbe-Awards, sodass ein gutes Abschneiden für die Agenturen im Kreativranking förderlich sein kann. Der Wettbewerb findet heuer zum 10. Mal statt und weist einige Neuerungen auf: Beiträge können erstmals in den vier Bereichen Radiowerbung, Sounddesign, Internet (Virals) und Visual Transfer eingereicht werden. Letzteres umfasst mehrteilige Kampagnen, die aus Radio-Spots, TV-Spots, Kino-Spots etc. bestehen.

Erstmals engagiert sich auch die Schweizer Werbung als Patronatsgeber für die Veranstaltung und ist zudem in der Jury vertreten. Einsendeschluss für «Das Goldene Ohr» ist der 26. Oktober 2007. Die Preisverleihung geht am 15. November 2007 im ZKO Haus in Zürich über die Bühne.


27.07.2007

5. Auflage «Was ist Werbung?» erschienen

Wenn es in der Werbung einen «Bestseller» gibt, dann ist das die Broschüre «Was ist Werbung?». Die Herausgeberin, Schweizer Werbung SW, hat bereits tausende davon in Umlauf gebracht und auch die neue, soeben erschienene 5. Auflage findet wieder reissenden Absatz. In «Was ist Werbung?» werden in erster Linie die wichtigsten Berufe der Kommunikationsbranche aufgelistet. Welches die Anforderungen für eine Ausbildung sind und welche Aufstiegschancen man hat. Ausserdem informiert die Broschüre über allgemeine Themen der Werbung.
«Was ist Werbung?»

Ausgabe 2009 als E-Booklet

 

19.06.2007

Diplomfeier Planer Marketingkommunikation

Diplomfeier Planer Marketingkommunikation ... und ab in den Knascht

Diplomfeier Planer/-in Marketingkommunikation 2007 in Luzern
Prüfungskommisionspräsident Urs Schneider überreichte die Diplome

Seit dem Jahr 1862 diente das Gebäude in der Luzerner Altstadt als Zentralgefängnis. Noch im Jahr 1998 beherbergte es unfreiwillige Gäste.

Anders hingegen am 15 Juni 07, da rückten ungefähr 200 freiwillige Gäste in das als Jailhotel umgebaute Haus ein, 90 der 121 frisch gebackene Planerinnen und Planer Marketingkommunikation des Jahrgangs 2007, um ihre eidg. Fachausweise in Empfang zu nehmen. Überreicht wurden diese von Urs Schneider, dem Präsidenten der Prüfungskommission Schweizer Werbung, die im Auftrag des BBT die Prüfungen alljährlich durchführt.

Besonders geehrt, mit Geldpreisen, Sponsoren-Geschenken und grossem Beifall bedacht wurden die drei Besten, die jeweils mit einer Gesamtnote von 5,0 abgeschlossen hatten: Nicole Schnell, Laufen/BL, Karin Weigelt, Mörschwil/SG und Deborah Zedi aus Zürich. Weitere Preise von Sponsoren wurden unter allen Anwesenden verlost, so mehrere Jahresabonnemente für die TV- und Radiogebühren, Handys, Fachzeitschriften und Fachbücher.

Und dann stieg die Party im Knast. Jedoch nicht irgendeine namenlose Party, sondern eine, deren Label sich in kürzester Zeit unter den 20 bekanntesten Brands der Schweiz etabliert hat: die MIGROS Budget-Party. Meinte Monika Luck, Geschäftsführerin der Schweizer Werbung: «Eine weitere, tolle Diplomfeier. Same procedure as last year …». Heisse Musik sorgte dafür, dass die Stimmung wie in einem Fieberthermometer in die Höhe schnellte und man spürte, wie nach der langen Zeit des Lernens und der Vorbereitung auf die Prüfung nun die Anspannung von den Schultern der Diplomandinnen und Diplomanden fiel. Auch die einzigartige, knastartig-berüchtigte Atmosphäre trug ihren Teil zu einer ausgelassenen Feier bei. Ein Teilnehmer: «Ich wusste gar nicht, dass es in Gefängnissen so lustig sein kann». Aus zuverlässiger Quelle war zu erfahren, dass die jungen Leute fast «open end» durchfeierten. Wie viele anschliessend im Gefängnishotel in der Kategorie «Most Wanted», einer gepflegt eingerichteten Originalzelle übernachteten oder in der Kategorie «Unplugged» noch echten Gefängnisalltag spürten, war trotz hartnäckigem Nachfragen nicht in Erfahrung zu bringen.

Weitere Bilder auf tilllate.ch und lautundspitz.ch

Patrick Bernd Buchert


 

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31.05.2007

SW-Workshop 2007

Ohne rechtliche Risiken und Nebenwirkungen

SW-Workshop «Functional Food» ist das aktuelle Reizwort, wenn es um Werbung mit Gesundheitsanpreisungen geht. Wo die Grenzen liegen und wann sie überschritten werden, dies zeigte ein Workshop der Schweizer Werbung SW in Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Labor Zürich.

SW-Workshop 2007
Rolf Etter, Ursula Deiss und Andreas Tschumper vom Kantonalen Labor Zürich mit SW-Rechtskonsulent Marc Schwenninger (v.l.).

Falsche oder fehlerhafte Kommunikation ist die zweithäufigste Ursache für Beanstandungen des Zürcher kantonalen Labors. Rund 16% der 1826 Mängel aus insgesamt 7564 erhobenen Proben sind im Jahr 2006 im Bereich Beschriftung festgestellt worden.

Bei der Beschriftung, und dazu zählt auch alle Werbemassnahmen, stehen die Unternehmen, die Werbeagenturen, aber auch die Medien und Anzeigenverwaltungen in der Pflicht, keine falschen oder irreführenden Angaben zu verbreiten. Sie alle können sich sonst auch strafbar machen, sei es als Urheber oder wegen Gehilfenschaft (z.B. die Medien).
Das Interesse müsste also gross sein. Zumal die «funktionellen Lebensmittel» boomen. Sie sollen einen günstigen Einfluss auf die Gesundheit haben. Und «Functional Food» will auch dementsprechend beworben sein.
Der SW-Workshop zum Thema «Werben mit der Gesundheit – aber ohne rechtliche Risiken und Nebenwirkungen» im Restaurant Weisser Wind in Zürich am 31. Mai stiess vor allem auf Werbeauftraggeberseite auf Interesse. Werbeagenturen waren spärlich vertreten.

Eine Flut von Vorschriften
Die Absenz der Werbevertreter mag etwas zu tun haben mit der Komplexität der Materie. Die Beschriftung der verpackten Lebensmittel ist verbunden mit einer Flut von gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen. Im Grund geht es aber bei der Werbung für Lebensmittel und den am Workshop ebenfalls behandelten Kosmetika um Grundsätze, welche auch von der Stiftung für die Lauterkeit in der Werbung vertreten werden: Alle Angaben müssen den Tatsache entsprechen und sie dürfen keine falschen Vostellungen beim Konsumenten wecken.
Das Problem ist nur, dass die Vorschriften laufend den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden müssen. Dazu zählen gesellschaftliche und politische Einflüsse, wie zum Beispiel die grassierende Verfettung der Bevölkerung oder die Anpassung an EU-Vorschriften. Es gilt also, sich auf dem Laufenden zu halten.

Föderalistische Auswüchse
Informationen dazu vermittelten am SW-Workshop vom Kantonalen Labor Zürich dessen Chef Dr. Rolf Etter, der Chemiker Dr. Andreas Tschumper und die Apothekerin Ursula Deiss. Geleitet wurde der Workshop vom SW-Rechtskonsulenten Dr. Marc Schwenninger.
Kantonschemiker Rolf Etter nahm kein Blatt vor den Mund und geisselte auch föderalistische Auswüchse. Sie führen dazu, dass in manchen Kanton erlaubt oder toleriert ist, was im anderen klar als Gesetzesbruch geahndet wird. Denn zuständig für die einzelnen Unternehmen ist jeweils das Labor desjenigen Kantons, in dem die Firma ihren Sitz hat.
Die detaillierten Unterlagen zu den fünf Referaten können für 25 Franken als PDF per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!bestellt werden.

Ruedi Ulmann


16.05.2007

Berufsprüfung PMK

Erfolgreiche Berufsprüfung der eidg. «Planer Marketingkommunikation (PMK)» 2007

Gegen 200 junge Werberinnen und Werber haben sich für die eidgenössischen PMK-Prüfungen von diesem Frühjahr angemeldet. 159 Kandidaten aus der Deutschschweiz und 20 Kandidaten aus der Romandie haben schliesslich die Prüfung zu Ende geführt. Die Erfolgsquote beträgt dieses Jahr gut 68 Prozent und liegt damit nur leicht unter dem Vorjahr (69%).

Drei Frauen führen das Feld der besten Kandidaten an: Nicole Schnell, Karin Weigelt und Deborah Zedi haben alle die Bestnote von 5,0 erreicht. Mit der erfolgreichen Prüfung haben alle neuen Planer Marketingkommunikation bewiesen, dass sie die Hauptfächer Kommunikationsplanung, Media und Produktion beherrschen. Neben diesen Disziplinen waren auch die Grundlagen im Bereich Integrierte Kommunikation, Marketing und Werbewirtschaft/Recht in den Nebenfächern gefragt. Die steigenden Teilnehmerzahlen zeigen, dass die eidg. Berufsprüfung einen guten Einstieg in die Werbebranche ermöglicht. Keine andere Prüfung deckt die Grundausbildung in der kommerziellen Kommunikation besser ab. Die erfolgreichen Prüflinge dürfen ihren eidg. Fachausweis anlässlich einer „M-Budget Party“ am 15. Juni in Luzern entgegen nehmen.

Roland Ehrler, Prüfungsleiter PMK


04.05.2007

Tag der Werbung 2007

Heimspiel für hohe Aargauerinnen

Hoher Besuch bei der Mitgliederversammlung der Schweizer Werbung SW: Bundesrätin Doris Leuthard und ihre Nachfolgerin als Präsidentin der Lauterkeitskommission, Nationalrätin Pascale Bruderer, erwiesen der Branche im altehrwürdigen Schluss Lenzburg die Ehre.

Tag der Werbung 2007 - Präsident Carlo Schmid-Sutter
Carlo Schmids 10. Mitgliederversammlung

Gegen 300 Personen hatten sich für die Mitgliederversammlung der Schweizer Werbung SW vom 4. Mai angemeldet, und sie erlebten einen entspannten und heiteren Nachmittag in den geschichtsträchtigen Mauern des Schlosses Lenzburg. SW-Präsident Carlo Schmid begrüsste die Mitglieder und Gäste und reichte das Wort umgehend an Pascale Bruderer weiter, die als neu gewählte Präsidentin der Lauterkeitskommission ihre Vorstellungen und Ziele formulierte. Drei Punkte seien ihr besonders wichtig, meinte die Nationalrätin. Sie werde erstens darauf hinwirken, dass die Kommission bekannter werde, zweitens müsse die Wirksamkeit überprüft respektive optimiert werden, was drittens auch eine ständige Weiterentwicklung der Grundsätze nötig mache. Die Ausführungen der neuen LK-Präsidentin stiessen auf Zustimmung. Der warme Applaus jedenfalls liess erkennen, dass die Branche die neue Präsidentin mit Wohlwollen aufgenommen hat.
 
Neues Vorstandsmitglied
Präsident Carlo Schmid, der sich für einmal nicht mit den Problemen der kommerziellen Kommunikation, sondern mit den positiven Punkten rund um die Werbung befasste, setzte in der Folge die Versammlung fort. Nicht überraschend konnte er die Traktanden alle mit zustimmender Einheitlichkeit abhaken, so auch die Wahl eines neuen Vorstandsmitgliedes. Nachdem mit Bernhard Eggli (UBS) und Beat Mühlemann (Migros) zwei Mitglieder das Gremium verlassen haben, wurde Dominik Leonhardt, Head Hospitality Events bei UBS mit Akklamation gewählt. Ein Vorstandssitz bleibt im Moment vakant.

Leuthards Vertrauen in die Konsumenten
Nach einem kommunikativ intensiven Apéro erwartete die Gäste im beeindruckenden Rittersaal mit dem Auftritt von Bundesrätin Doris Leuthard ein weiterer Höhepunkt. In einem mit bekannten Werbeslogans gespickten Referat umschrieb die Magistratin ihre Einstellung zur Werbung, welche sie als wichtigen wirtschaftlichen Faktor betrachtet. Schon aus diesem Grund könnten rigorose Verbote keine Lösung sein. Dennoch brauche die Marktwirtschaft in der globalisierten Welt gewisse Leitplanken: «Um solches zu regeln reichen meiner Ansicht nach das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und die Grundsätze der Lauterkeitskommission vollumfänglich», stellte Doris Leuthard fest. So, wie der Bundesrat in Abstimmungskämpfen auf die Urteilsfähigkeit der mündigen und informierten Bürgerinnen und Bürger vertraue, so vertraue sie auch auf die Urteilsfähigkeit der informierten Konsumentinnen und Konsumenten.

Tdh-Preis an Microsoft und Reno
Im Rahmen des bekömmlichen Diners überbrachte Landammann Ernst Hasler die Grussbotschaft der Aargauer Regierung. Und anschliessend stellte die Kinderhilfsorganisation Terre des hommes die Gewinner eines Wettbewerbes vor, welche den sogenannten «Child Guardian 07» gewonnen hatten. Es ging darum, einen TV-Spot und ein Inserat zu prämieren, welche nach Meinung einer Jury Kinder in der Werbung mustergültig dargestellt hatte. Das Preisgeld im Wert von je 10'000 Franken ging an Microsoft (Anzeige) und an den Schuhhersteller Reno (TV-Spot) und fliesst in ein Tdh–Kinderschutzprojekt in der Schweiz.
 
Durch das gesamte Programm hatte in ausgesprochen unterhaltsamer Art der Comedian Michel Gammenthaler geführt. Seine Spässe und Zaubertricks verblüfften und erheiterten gleichermassen und führten dazu, dass das Heimspiel auf der Lenzburg zu einem rundum gelungenen Anlass wurde.
 
Piero Schäfer
 
Bilder vom Tag der Werbung
 
 

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28.03.2007

Auszeichnung für Werbung mit Kindern

Das Kinderhilfswerk Terre des hommes und die Schweizer Werbung SW vergeben erstmals einen Preis für mustergültige Werbung mit Kindern. Übergeben wird «Child guardian 07» am «Tag der Werbung».

Kinder sind in der Werbung beliebte Protagonisten. Zahlreiche Anzeigen, Plakate und TV-Spots für Produkte und Dienstleistungen werden bildmässig mit den Kleinen umgesetzt. Sie vermitteln Sympathie, Familienharmonie, und häufig versinnbildlichen sie den Anspruch zukunftsgerichteter Perspektiven. Wer die Langfristigkeit und die prospektive Umsetzung eines Produktes hervorstreichen will, tut dies gerne mit Vertretern der jungen Generation.

Terre des hommes – Kinderhilfe und der Schweizer Werbung ist es ein Anliegen, dass Kinder in der kommerziellen Kommunikation geschützt und nicht diskriminiert oder unwürdig dargestellt oder gar instrumentalisiert werden. Aus diesem Grunde hat das Hilfswerk den Werbepreis «Child guardian» ins Leben gerufen.

Es werden je eine Anzeige und ein TV-Spot ausgezeichnet, in welchen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten dargestellt und ernst genommen werden, ohne ihr Kindsein zu verleugnen. Während die Agentur und der Werbeauftraggeber einen symbolischen Preis erhalten, fliesst die hochdotierte Preissumme in Kinderschutz-Projekte von Terre des hommes in der Schweiz.

Ein weiteres Merkmal für die Evaluation besteht in der sozialpolitischen Integrität der Unternehmen: Es können nur Firmen ausgezeichnet werden, welche die Kinderrechte respektieren (keine Kinderarbeit oder andere Ausbeutung).

Eine Jury bestehend aus Esther Girsberger (SonntagsZeitung), Katja Stauber (SF), Urs Beer (Consulting), Claudia Galli (Terre des hommes) und Piero Schäfer (Schweizer Werbung) sowie den Kindern Jeanne (10 Jahre) und Leander (15 Jahre) haben gegen 300 Sujets begutachtet und schliesslich je ein Inserat und einen TV-Spot ausgewählt.

Preisverleihung am Tag der Werbung
Wer die Preisgewinner von «Child guardian 07» sind, wird am «Tag der Werbung», 4. Mai 2007, auf dem Schloss Lenzburg bekannt gegeben, an welchem auch Bundesrätin Doris Leuthard anwesend ist. Dort werden auch die zweckgebundenen Checks an die Sieger übergeben. Die von Firmen gesponserten Summen fliessen in konkrete Kinderschutz-Projekte von Terre des hommes in der Schweiz.

Renate Schoch, Mediensprecherin, Terre des hommes
Piero Schäfer, Kommunikationsleiter, Schweizer Werbung SW


20.03.2007

Tätigkeitsbericht erschienen

Die Schweizerische Lauterkeitskommission hat ihren Tätigkeitsbericht 2006 veröffentlicht. Der 40 Seiten umfassende Rapport gibt in deutsch und französisch einen Überblick über die Aktivitäten der drei Kammern. Diverse Statistiken über betroffene Branchen, Tatbestände und involvierte Medien sowie ein Abschnitt über unlautere Gewaltverherrlichung und die Öffentlichkeitsarbeit runden den Bericht ab.

Insgesamt 260 Beschwerden sind im letzten Jahr von der LK behandelt worden. Branchenmässig am häufigsten betroffen waren die Directories und die Lotterie- und Gewinnspiele. Praktisch verschwunden sind Beschwerden gegen Okkultismus, die 2004 fast 10% der Beschwerden ausgemacht hatten. Betreffend Tatbestand liegt Irreführung immer noch an der Spitze der Tabelle, gefolgt von Aggressiven Verkaufsmethoden, die markant zugenommen haben, und Gewinnspielen. Sexismus-Beschwerden liegen mit 12.9% an vierter Stelle. Deutlich zurückgegangen sind die Rekurse (6).
 
Der Tätigkeitsbericht (deutsch und französisch) kann über hier bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission herunter geladen werden. Ebenfalls neu erhältlich ist das druckfrische Portrait der Schweizer Werbung SW.

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20.03.2007

Pascale Bruderer ersetzt Doris Leuthard

Pascale Bruderer ist zur neuen Präsidentin der Schweizerischen Lauterkeitskommission gewählt worden. Die Aargauer Nationalrätin ersetzt Bundesrätin Doris Leuthard, die das Amt seit 2000 innegehabt hatte.

Pascale Bruderer 2007 - Präsidentin der Schw. Lauterkeitskommission
Pascale Bruderer Politologin/Nationalrätin,
Präsidentin der Schweizerischen Lauterkeitskommission

Traditionellerweise wird das Präsidium der Schweizerischen Lauterkeitskommission von einer hochrangigen, politischen Persönlichkeit bekleidet. Bis im Sommer 2006, als sie in den Bundesrat berufen wurde, hatte Nationalrätin Doris Leuthard der Kommission vorgestanden. Nach mehrmonatiger Evaluation hat der Präsident der Stiftung für die Lauterkeit in der Kommerziellen Kommunikation, Ständerat Carlo Schmid-Sutter, die SP-Nationalrätin Pascale Bruderer als Nachfolgerin von Doris Leuthard gewinnen können. Anlässlich der Sitzung vom 16. März bestätigte der Stiftungsrat die Wahl der 30-jährigen Aargauerin.
 
Pascale Bruderer stammt aus Baden, wo sie auch lebt. In Zürich hat sie Politikwissenschaft studiert. Bereits als 20-Jährige übernahm sie das erste politische Amt: Sie wurde jüngstes Mitglied im Badener Einwohnerrat. 2001 wählte sie das Volk in den Grossen Rat, und ein Jahr später rutsche sie infolge des Rücktritts eines Aargauer Volksvertreters in den Nationalrat nach. Pascale Bruderer hat über zwei Dutzend Vorstösse im Parlament eingereicht. Darunter in erster Linie solche im Behinderten- und im Bildungswesen aber auch auffalend viele zum Thema Sport.

Piero Schäfer, Schweizer Werbung SW

 

06.03.2007

Stellungnahme zum Zürcher Kantonsratsentscheid

Die Branche kann aufatmen. Das am 5. März vom Kantonsrat beschlossene Plakat-Werbeverbot auf öffentlichem Grund für Tabak- und Alkoholprodukte ist die moderateste Version aller zur Debatte stehenden Anträge über das neue Gesundheitsgesetz. Das Parlament lehnte die weitergehende Formulierung, welche ein Verbot auch auf privatem Boden vorgesehen hatte, knapp ab. Insofern sind die Plakatgesellschaften um den GAU herum gekommen. Keine Chance hatte der Antrag der EVP, welche ein generelles und totales Werbeverbot für Tabak und Alkohol forderte. Es wäre das extremste und eingreifendste Verbot des Landes gewesen.
 
Man reibt sich einigermassen erstaunt die Augen. Nach den glasklaren Abfuhren in Baselland und Solothurn haben die Befürworter der Werbefreiheit zumindest einen Teilerfolg errungen. Nachdem es gelungen war, einen Schulterschluss unter den liberalen Volksvertretern herbei zu führen. Nicht verhindern konnten diese freilich, dass in Zukunft auf öffentlichem Raum auch Werbung für Bier und Wein verboten ist. Was sicher noch zu reden geben wird, angesichts der nicht zu unterschätzenden Weinproduktion im Kanton. In den meisten anderen Kantonen ist es der Bier- und Weinlobby gelungen, eine Ausnahme für ihre Produkte zu erwirken.
 
Gerade dieser Umstand zeigt einmal mehr, wie heterogen die Gesetzgebung in den diversen Kantonen ist. Kaum jemand hat noch den Durchblick, es herrscht zunehmend Rechtsunsicherheit. Nicht zuletzt deshalb lohnt es sich, auch weiterhin energisch gegen die grassierende Flut von Werbeverbotsgesetzen vorzugehen. Das Pendel schwingt noch nicht zurück.

Piero Schäfer, Schweizer Werbung SW

 

5.02.2007

ICC und SW-Workshop

Konsolidierter Werbe- und Marketingkodex

Im Anschluss an ihre Jahresversammlung hat ICC Switzerland zusammen mit der Schweizer Werbung SW einen Workshop über den neuen ICC-Werbe- und Marketingkodex durchgeführt.

ICC und SW-Workshop 2007
Magda Streuli Youssef mit Thomas Pletscher (rechts)
und Piero Schäfer, der die Lauterkeitskommission vorstellte

shr. Die Internationale Handelskammer, ICC, ist 1919 gegründet worden mit dem Ziel den Handel weltweit zu fördern. Ein wichtiger Aspekt war dabei die Selbstkontrolle, welche staatliche Intervention verhindern soll. Deshalb verfasste ICC (International Chamber of Commerce) schon früh einen Marketing-Kodex, der weltweit als Standard dient und in der Schweiz von der Lauterkeitskommission umgesetzt wird. Im letzten September hat ICC den Kodex um neue Empfehlungen ergänzt, die vor allem Marketing und Werbung per Internet, Telefon und SMS sowie die Kommunikation mit Kindern umfassen.
 
Am Workshop informierten ICC Generalsekretär Thomas Pletscher und Rechtsanwältin Magda Streuli-Youssef über die Bedeutung des Kodex’ sowie die neuen Empfehlungen. Streuli zeigte das Anwendungsgebiet der Standards und deren Grenzen auf. Sie wies darauf hin, dass es trotz Vereinheitlichung (EU) erhebliche Unterschiede in der Rechtsanwendung und Rechtspraxis gäbe. Als Mangel bezeichnete die Referentin in erster Linie die fehlenden Sanktionsmöglichkeiten sowie die Heterogenität der Kulturen. In China gelte zum Beispiel das Rauchen als gesund, weil es Parkinson vorbeuge und die Effizienz erhöhe, ausserdem verfügt der Staat über das Tabakmonopol
 
Dass die internationalen Unterschiede kein wirkliches Problem sind, sondern gar förderlich sein können, meinte Thomas Pletscher nicht ohne Schalk in seinem Schlusswort: «Weil wir Schweizer im Umgang mit diversen Gesetzen dermassen geübt sind, sind unsere Unternehmen so erfolgreich.»

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Newsartikel 2006

20.12.2006

Monitor - Newsletter für die kommerzielle Kommunikation Nr.20

Das Jahr der Ernüchterung
Aus Sicht der Kommunikationsbranche muss das Jahr 2006 als ernüchternd eingestuft werden: Trotz intensiver Aktivitäten sind in diversen Kantonen Webeverbote für Tabak und Spirituosen eingeführt worden. Da diese unterschiedlich formuliert sind, bedeutet dies zunehmende Rechtsunsicherheit.
Download PDF Monitor 20/2006

 

13.12.2006

Parlamentarier Talk

Werbeverbote und Meinungsfreiheit

Der Zürcher Uniprofessor Andreas Kley hat anlässlich des traditionellen Parlamentarier Talks der Schweizer Werbung zum Thema Werbeverbote und Meinungsfreiheit referiert und dabei die grassierende Sauberkeitswelle in der Werbung analysiert. Droht demnächst auch ein Verbot für politische Werbung?

 

Professor Andreas Kley am Parlamentarier Talk der Schweizer Werbung SW/PS
Andreas Kley, Professor für öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte sowie Staats- und Rechtsphilosophie

In einem vielbeachteten Vortrag erläuterte der Professor für öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte sowie Staats- und Rechtsphilosophie an der Universität Zürich die historische Bedeutung der Meinung. «Meinung jeglichen Inhaltes bewirkt Einfluss,» meinte Kley, «politisch gesprochen bedeutet Meinung und deren Verbreitung Macht.» Insofern ist auch Werbung ein Instrument zur Schaffung von Einfluss, wenn auch ein rein wirtschaftlicher. Von Privaten hergestellte Produkte sollen durch sie in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Im Gegensatz zu früher, als Regierungen ihre Macht eher durch Zensur festigten, sind sie heute dazu übergegangen, selber Werbung für die Verbreitung ihrer Meinung einzusetzen. Und diese politische Werbung steht zwischen der kommerziellen Kommunikation und der ideellen Werbung der Non-Profit-Organisationen, welche eine bessere Welt schaffen wollen.

Die Meinungsfreiheit ist im 19. Jahrhundert zunehmend gesichert und verfassungsmässig garantiert worden. Heute ist deshalb Zensur kaum mehr gesellschaftsfähig. Zumindest im politischen Bereich. Ja sogar im kommerziellen galt sie bis vor wenigen Jahren noch als tabu: Sowohl die Guttempler-Initiative 1976 als auch die Zwillingsinitiativen 1993 sind vom Volk deutlich abgelehnt worden. Vor 13 Jahren vertrat der Bundesrat noch die Meinung Werbeverbote seien unverhältnismässig und schädlich für die Kultur (Sponsoring). Das Thema schien erledigt.
 
Selbstdarstellung als aktive Politik
Mittlerweile habe die Meinung aber total gekehrt, und die Kantone seien von einer eigentlichen Verbotswelle erfasst worden. Dies sei Ausdruck einer Entwicklung, in deren Zentrum der Wandel von der political zur advertising correctness stehe. Dazu Andreas Kley: «Es ist kein Zufall, dass immer mehr Werbevorbote erlassen werden. Es ist allerdings erstaunlich, dass der Gebrauch der beworbenen Produkte (z.B. Alkohol, Tabak) nicht verboten wird. Die Durchsetzung der Prohibition wird realistischerweise als unmöglich angesehen. Aber wenn das Übel schon nicht aus der Welt geschafft werden kann, so soll wenigstens die Werbung und damit die Anschauung dieses Übels verboten werden. In der Sache schaffen die Werbeverbote eine Doppelwelt. An der Oberfläche wird die Welt sauber, weil die Werbung für das Produkt verboten ist. Im realen Leben bleibt das Produkt aber auf dem Markt und wird auch gebraucht. Diese Spaltung der Welt hängt mit einer eigentümlichen Entwicklung der Politik zusammen: Die Politik flieht immer mehr aus den Sachthemen heraus, weil man hier nur schwer einen Konsens, geschweige einen Erfolg verbuchen kann. Dagegen flüchtet sie sich in Selbstdarstellung als aktive Politik. Diese wird als ein aktiver Prozess ohne Inhalt dargestellt. Politisch gesehen ist der Schein wichtiger geworden als das Sein.»

Nachdem sich die Auffassung allmählich durchgesetzt hat, dass Werbeverbote eine wirksame Methode der Beeinflussung der Konsumenten darstellen, ist die Tür für weitere Verbote offen, Die Werbeverbote gaukeln vor, dass die Politiker verantwortungsbewusst eingreifen und für eine bessere Welt sorgen. Der Konsum der fragwürdigen Genussmittel wie Tabak und Alkohol kann zwar nicht verboten werden, das neu als wirksam behauptete Werbeverbot schafft aber eine saubere Oberfläche.

Wird politische Werbung verboten?
Dann stellte Kley Parallelen her zwischen der kommerziellen und der politischen Werbung: «Ist nicht auch die Politik etwas gefährliches?» fragte er. Immer wieder hätten sich Menschen mit missionarischem Eifer an die Verwirklichung von politischen Anliegen gemacht, welche dann viel Schaden angerichtet hätten. «Politischer Fanatismus ist doch nichts anderes als die Sucht des Kettenrauchers, allerdings nicht bezogen auf Tabak, sondern auf heile Welt.» Kley zog daraus den Schluss, dass es durchaus triftige Gründe dafür gäbe, die Werbung für Parteien und Politik zu verbieten.

In der Zwischenzeit sei die Gesellschaft von einer Sauberkeitswelle erfasst worden, welche immer weitere Bereiche erfasst und zu einer Gefahr für die Meinungsfreiheit und für die liberale Gesellschaft selbst werden könne folgerte Kley. So entstünden eine saubere Oberwelt ohne äussere Werbung für Tabak, Alkohol und andere Suchtmittel und eine Unterwelt des realen Handelns, wo sich die Unvernunft, die zum Menschen gehört, manifestiert. Und abschliessend stellte Kley fest: «Nicht bedacht wird beim Kreuzzug gegen die Profit-Werbung, dass die Meinungslenkung, um nicht zu sagen Zensur, sich mit vernünftigen Gründen auf jede Meinung erstrecken kann. Schliesslich ist auch die politische Werbung oft mit wirtschaftlichen Interessen verschränkt und eigentlich auch eine Art Profit-Werbung. Werbeverbote bieten sich auch für politische Manipulation geradezu an, denn politische Macht beruht auf Meinung.»

Piero Schäfer, Schweizer Werbung SW

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07.12.2006

Stellungnahme der Schweizer Werbung zur Petition der JEVP gegen sexistische Werbung

Die Petition der Jungen EVP ist überflüssig und kommt zur Unzeit. Bereits im September hatte der Bundesrat eine Motion der Aargauer Nationalrätin Doris Stump abgewiesen, welche sexistische Werbung verbieten wollte. Der Bundesrat war der Meinung, dass kein Grund für gesetzgeberische Einschränkung bestehe, da die Selbstregulierung der Werbung durch die Lauterkeitskommission der Branche funktioniere.
 
Bestätigt wurde dieses Vorgehen der Landesregierung respektive die Tauglichkeit der Lauterkeitskommission just an jenem Beispiel, welches die eilfertige Aktivität der JEVP ausgelöst hatte: Ein Plakat des Casinos Baden war von der Lauterkeitskommission als sexistisch verurteilt und in der Folge vom Auftraggeber zurückgezogen und durch ein neues Sujet ersetzt worden. Diese Tatsache widerlegt die Behauptung der JEVP, die Lauterkeits-kommission sei «zahnlos».

Piero Schäfer, Schweizer Werbung SW

 

07.12.2006

SW übernimmt SAVA-Geschäftsstelle

Der Verband der Schweizer Anzeigen- und Medienverkaufsagenturen SAVA hat anlässlich der Verbandssitzung vom 5. Dezember dem Wechsel zur neuen Geschäftsstelle bei der Schweizer Werbung SW an der Kappelergasse in Zürich zugestimmt. Der langjährige Sekretär Manuel Senn – bis dato Anwalt bei der Kanzlei Staiger Schwald und Partner – wurde an der Sitzung verabschiedet. Neu wird nun Monika Luck, Leiterin der Geschäftsstelle Schweizer Werbung SW, das Sekretariat SAVA führen und Ansprechpartnerin bei Anfragen sein. Sie ist zu erreichen unter:
Tel. +41 44 211 40 11 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


05.12.2006

Faspo wird Mitglied der SW

Der Fachverband für Sponsoring, Faspo, wird ab 1. Januar 2007 Mitglied der Schweizer Werbung SW. Faspo vereint alle Vertreter im Sponsoringmarkt – Sponsoren, Anbieter/Vermarkter, Medien und Agenturen. Mit dem gemeinsamen Auftritt artikulieren SW und Faspo künftig ihre Interessen intensiver und gezielter. Aus der Sicht der SW bedeutet der Beitritt des Faspo eine Kompetenzerweiterung, welche nicht zuletzt im Bereich der Werbeverbote und im Ambush-Marketing zum Tragen kommen wird.

 

13.11.2006

Höhere Fachprüfung für Kommunikationsleiter mit eidg. Diplom 2006

Dieser Jahrgang ist top

Es hatte an der eidgenössischen höheren Fachprüfung zum Kommunikationsleiter bzw. zur Kommunikationsleiterin dieses Jahr zwar weniger Teilnehmer als auch schon. Doch die 29 Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich wohl zusammen ultimativ das Bestehen der Prüfung zum Ziel gesetzt. Nur so lässt sich das überwältigende Resultat von knapp 90% (89.66%) mit 26 erfolgreich abgeschlossenen Prüfungen erklären. Und auch die gesamte Durchschnittsnote von rund 4.5 schlägt alle bisherigen Rekorde. Für einmal konnten die Männer mit 12 erfolgreichen Absolventen den 14 erfolgreichen Damen knapp das Wasser reichen.
 
Zudem war nach längerer Abwesenheit die BVS aus St. Gallen wieder mit einem Kurs vertreten und erfreulicherweise haben die beiden angemeldeten Damen die Prüfung auch erfolgreich bestanden.
 
Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass eine positive Grundhaltung der Kandidatinnen und Kandidaten, gepaart mit dem Willen zum Erfolg, Berge oder eben Statistiken versetzen können. Die während der Prüfung spürbare positive Einstellung und dem stark empfundenen Gruppengeist sei es gedankt.
 
Den 26 Diplomandinnen und Diplomanden stehen nun aus beruflicher Sicht wie auch für weitergehende Studien, z.B. an den Fachhochschulen (sur Dossier), alle Türen offen.
 
Wir bedanken uns für den grandiosen Einsatz und gratulieren bereits jetzt allen, die am 15. Dezember ihr wohlverdientes Diplom entgegennehmen können.
 
Und hier die Besten:
— Caviezel Remo aus Ruschein mit der Note 5,1
— Bisig Natascha, Zürich, Note 5,0
— Hostettler Sandra, Bern, Note 5,0

Heinz Egli, Prüfungsleiter

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30.10.2006

Bundesrätin Doris Leuthard am Tag der Werbung 2007

Bundesräting Doris Leuthard am Tag der Werbung 2006
Bundesrätin Doris Leuthard

Traditionellerweise beehrt jeweils ein Mitglied des Bundesrates die Mitgliederversammlung der Schweizer Werbung SW mit seiner Anwesenheit. Soeben ist bekannt geworden, dass beim Tag der Werbung 2007, am Freitag, dem 4. Mai, die neue Bundesrätin, Doris Leuthard, der Branche ihre Aufwartung machen und ein Gastreferat halten wird. Die Aargauer Bundesrätin steht der Werbebranche seit Jahren nahe, war sie doch bis zum Eintritt in die Bundesregierung während Jahren Präsidentin der Lauterkeitskommission. Austragungsort der SW-Mitgliederversammlung ist, nicht zuletzt als Geste gegenüber dem Ehrengast, das Schloss Lenzburg im Kanton Aargau. Mehrere befreundete Organisationen aus der kommerziellen Kommunikation werden ihre Jahresversammlung ebenfalls dort abhalten.

 

03.10.2006

Klares Verdikt für Werbeverbote

Erstmals seit den Zwillingsinitiativen 1993 haben StimmbürgerInnen über die Einführung von Werbeverboten für Tabak und Alkohol abstimmen können. Das Ergebnis im Kanton Baselland lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Über zwei Drittel haben sich für die Plakatwerbeverbote ausgesprochen. Den Befürwortern ist es gelungen, das Gefährdungspotenzial der Werbung hoch zu stilisieren und die kommerzielle Kommunikation zu verteufeln. Sie können sich die Hände reiben und zurücklehnen: Niemand wird sich in Zukunft mehr getrauen, nochmals gegen Tabak-Werbeverbote an zu treten. Fragt sich bloss, welche Konsequenzen diese Verbote haben werden. Dass weniger geraucht wird, ist mehr als unwahrscheinlich, dafür werden sie wirtschaftliche Folgen haben, für welche die Verfechter der Entmündigungkampagne freilich keinerlei Verantwortung übernehmen werden. Einmal mehr ist ein unverhältnismässiges Gesetz durchgepaukt worden dank der Gutgläubigkeit des Stimmvolkes. Die Vorlage ist für den Durchschnittsbürger zu komplex, um alle Zusammenhänge zu erkennen. Mit einem einfachen «Ja» hat er sich für die Gesundheit entschieden. Wer würde das nicht. Nur schade, dass dieses Gesetz niemanden vom Rauchen abhalten wird.

Piero Schäfer

 

14.09.2006

Schweizer Werbung SW/PS

Bundesrat gegen Verbot von sexistischer Werbung

Bern (AP) Der Bundesrat will sexistische Werbung in der Schweiz nicht gesetzlich verbieten. Nach seinem Urteil soll es weiterhin der Werbebranche überlassen bleiben, in diesem Bereich für die gebotene Zurückhaltung zu sorgen. In seiner abschlägigen Antwort auf eine Motion der Aargauer SP-Nationalrätin Doris Stump schreibt der Bundesrat, dass sich die Selbstkontrolle der Branche mittels der Schweizerischen Lauterkeitskommission bewährt habe. Wo die Selbstregulierung funktioniere, bestehe kein Grund, gesetzgeberisch tätig zu werden. Auch zweifelt der Bundesrat daran, dass ein Verbot von geschlechterdiskriminierender und sexistischer Werbung so umschrieben werden kann, dass es die Gerichte dann auch durchsetzen können. Zudem käme ein Werbeverbot einem Eingriff in die verfassungsrechtlich geschützte Wirtschaftsfreiheit gleich. Nationalrätin Stump hatte ihre Motion unter anderem damit begründet, dass ein Verbot von sexistischer Werbung auch einen Beitrag im Kampf gegen häusliche Gewalt darstelle. Wenn Frauen von der Werbung als Objekte dargestellt würden, dann würden auch die Männer in dieser Meinung bestärkt. Ende

ap/df/h

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29.06.2006

Prüfungssekretariat SW/PS

PMK Diplomfeier 2006

Nach erfolgreichem Abschluss die verdiente Abschlussfeier

Am 23 Juni 2006 wurden im schön gelegenen Schwellenmätteli an der Berner «Riviera» die eidgenössischen Fachausweise an die neuen Planerinnen und Planer Marketingkommunikation überreicht. Unter herzlichem Applaus der Anwesenden durften die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der eidgenössischen Berufsprüfung ihren Fachausweis von René Schmutz Präsident der Prüfungskommission der Schweizer Werbung und von Roland Ehrler Prüfungsleiter DS und Michel Repond Prüfungsleiter Romandie entgegen nehmen.

Dabei erhielten die drei Besten grosszügige Preise von den Sponsoren: Barpreise von B.A.T, Blumensträusse «surprise» von Marketing & Kommunikation, Zeitschriftenabos nach Wahl von Publimedia. Aber auch die per Los ermittelten Gewinner der von publisuisse gesponserten einjährigen Fernseh- und Radiogebühren freuten sich über ihren Preis. Aus der Romandie überreichten die Vertreterinnen von Agefi die aktuellste Ausgabe ihrer Wirtschaftszeitung und überreichten allen Teilnehmenden eine Jubiläums-CD mit Leckerbissen aus 50 Jahren Jazz.
Die Schweizer Werbung bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Sponsoren, die diese Feier jeweils mitfinanzieren und mitgestalten.

Nach dem offiziellen Teil genoss man das leckere und fantasievolle Apéro- und Dessert-Buffet vom Schwellenmätteli und die einmalige Lage an den Ufern der Aare.

Und die Party ging noch lange weiter: mit einem Sieg gegen Korea zog am gleichen Abend die Schweizer Fussballnati in die Achtelfinals der Fussball-WM ein.

Fotos auf: www.tilllate.ch sowie die Bildergalerie auf www.lautundspitz.ch

 

14.05.2006

Eidgenössische Berufsprüfung «Planer(in) Marketingkommunikation» 2006

Ausgezeichneter PMK-Jahrgang

108 von insgesamt 156 Kandidatinnen und Kandidaten haben dieses Jahr die eidg. Berufsprüfung Planer(in) Marketingkommunikation bestanden. Damit waren 69 Prozent  der Teilnehmerinnen respektive Teilnehmer erfolgreich.

108 von insgesamt 156 Kandidatinnen und Kandidaten haben dieses Jahr die eidg. Berufsprüfung Planer(in) Marketingkommunikation bestanden. Damit waren 69 Prozent  der Teilnehmerinnen respektive Teilnehmer erfolgreich. Die beste Absolventin erzielte einen hervorragenden Notendurchschnitt von 5,1, die beste Absolventin aus der Romandie einen Durchschnitt von 4,7.

Die Prüfungskommission der Schweizer Werbung  hat am 10. Mai die Resultate der eidgenössischen Berufsprüfung Planer(in) Marketingkommunikation (PMK) verabschiedet. Das Ergebnis der diesjährigen Prüfung ist erfreulich ausgefallen und erneut besser als im  Vorjahr, haben doch 69 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Erfolg abgeschlossen. 2005 waren es 60 Prozent gewesen. Die Bestmarke erreicht hat Burkhalter Anina Claudia aus Häutligen BE. Sie führt das Feld der AbsolventInnen mit einem Notendurchschnitt von 5,1 an. Aus der Romandie sind 12 Kandidatinnen und Kandidaten zur Prüfung angetreten. Davon  haben 9 die Prüfung erfolgreich absolviert. Mit der Note 4,7 hat Sylvie Jeanrenaud aus St-Blaise NE die Bestnote in der Romandie erzielt.

Die 108 neuen Planerinnen und Planer Marketingkommunikation können jetzt mit ihrer eidgenössischen Berufsprüfung nachweisen, dass sie insbesondere in den Hauptfächern Kommunikationsplanung, Media und Produktion über ein breites und Praxis orientiertes Fachwissen verfügen. Keine andere Berufsprüfung mit Fachausweis deckt diese Disziplinen besser ab. Die Übergabe der eidgenössischen  Fachausweise findet am 23. Juni in Bern statt.

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26.04.2006

Im Zeichen von Politik und Wirtschaft


Bundesrat Christoph Blocher am Tag der Werbung 2006

Christoph Blocher am Tag der Werbung

Die 81. Mitgliederversammlung der Schweizer Werbung stand ganz im Zeichen von Politik und Wirtschaft. Sowohl SW-Präsident Carlo Schmid als auch die Gastreferenten, Bundesrat Christoph Blocher und Regierungsrätin Rita Fuhrer, stellten die Bedeutung der Werbung in einen grösseren Zusammenhang. Und Blocher und Fuhrer solidarisierten sich mit der durch Einschränkungen bedrohten Branche.
 
Randvoll war der Saal im idyllisch gelegenen Restaurant Lake Side im Zürcher Seefeld, als SW-Präsident Carlo Schmid bei herrlichem Frühlingswetter die SW-Mitglieder sowie Gäste befreundeter Verbände zur 81. Mitgliederversammlung willkommen hiess. Ebenfalls anwesend waren 50 Mitglieder des Zürcher Werbeclubs, der heuer sein 70-jähriges Bestehen feiert. Schmid eröffnete seine Begrüssung mit positiven Feststellungen: Es gäbe zahlreiche Indizien dafür, dass es auch der Werbewirtschaft wieder besser gehe. Die Stimmung bei den Auftraggebern sei so gut wie schon lange nicht mehr, und auch die SW selbst habe einen erfreulichen Jahresauftakt erlebt: Seit Anfang Jahr konnte der Verband 23 neue Mitglieder sowie die Fachvereinigung für Kommunikation, KOMMA, aufnehmen.
 
Keine politische Morgenröte
 
Im Gegensatz zur wirtschaftlichen Genesung gäbe es bei der politischen Situation freilich keine Morgenröte. Im Gegenteil: Immer häufiger werden auf kantonaler Ebene Massnahmen zur Einschränkung der Werbung beschlossen. Und die Diskussion werde immer schwieriger, weil viele Parlamentarierinnen und Parlamentarier die liberale Argumentation gar nicht anzuhören gewillt seien.
 
Der SW-Präsident stellte die Frage, ob sich angesichts dieser Situation die SW nicht strategisch anders ausrichten müsse. Ähnlich etwa wie in der EU, wo die Werbetreibenden aufgefordert werden, sich vermehrt an die eigenen Selbstbeschränkungsmassnahmen und Ehrenkodizes zu halten. Werber müssten sich selbst in Bezug auf Werbeinhalt und -qualität proaktiv in die Verantwortung nehmen.
 
«Es scheint, als habe die Werbung ihre Unschuld verloren», sagte Schmid, «sie ist aus ihrer Position als wirtschaftlich relevanter Faktor inzwischen auch in eine politisch bedeutsame Rolle gewachsen.»
 
Von den Medien sei keine unbeschränkte Unterstützung zu erwarten, da Journalisten – obschon sie sich der Bedeutung der Werbung für die Existenz der Medienunternehmen bewusst seien – die Wirtschaft und damit den kleinen Bruder, die Werbung, stets aus kritischer Distanz verfolgten.
 
Zum Schluss zeigte Schmid auf, wie unsinnig die aktuelle Diskussion in den kantonalen Parlamenten seien: In fast allen geplanten Gesetzen geht es um Verbote der Plakatwerbung, ein Bestreben, das angesichts der zunehmend digitale Medien konsumierenden Jugendlichen völlig verfehlt sei. «Eigentlich ist das längst ein Nebenschauplatz,» meinte Schmid und es komme ihm vor, als würde man ein Verkehrsgesetz mit Vorschriften für Pferdekutschen aufstellen.
 
Schmid glaubt, dass man schon deshalb den Kampf nicht einfach aufgeben könne: «Die kommerzielle Kommunikation ist zwar nicht überall beliebt, sie ist aber für die Marktwirtschaft tragend, deshalb wird sich die Schweizer Werbung weiterhin für die Freiheit der Werbung engagieren.
 
Den statutarischen Teil der Versammlung erledigte Carlo Schmid in gewohnt speditiver Weise, was angesichts der Einstimmigkeit der Entscheidungen wenig überraschte. Alle Traktanden wurden ohne Gegenstimmen erledigt und die Vorstandsmitglieder in globo wieder gewählt. Auch Carlo Schmid stellte sich für eine weitere Legislatur zur Verfügung: Er ist mit Akklamation bis Frühjahr 2009 in seinem Amt als Präsident bestätigt worden.
 
Kommunikation ist Marktwirtschaft
 
Bundesrat Christoph Blocher hatte sein Referat unter den Titel «Kommunikation ist Marktwirtschaft» gestellt. Er nutzte die Überschrift der SW-Homepage, um den Zusammenhang zwischen Werbung und Marktwirtschaft auf zu zeigen. Letztere sei definitionsgemäss frei, und der Staat habe in der Marktwirtschaft nichts zu suchen. Letztere allein sei in der Lage, die Güterversorgung und letztlich die Wohlfahrt in den Mittelpunkt zu stellen. Blocher gab zu, dass die Marktwirtschaft unbequem und anstrengend sei und sie schaffe Ungleichheiten, aber sie begünstige den Tüchtigeren, denjenigen, der ein besseres Produkt anbiete, denn der einzige Massstab des Erfolges sei das Bedürfnis des Kunden und die Befriedigung der Nachfrage. «Der Markt ist gnadenlos und kennt keine Moral», stellte Blocher klar, «er kennt aber auch keine Rasse, keine Religion, keine politische Wertung.»
 
Ausgehend von der Bedeutung der Marktwirtschaft kam Blocher noch einmal auf die Kommunikation zurück. Sie sei die Grundvoraussetzung für die Marktwirtschaft. «Wie soll Nachfrage entstehen, wie soll jemand entscheiden können, ohne dass er über die Qualität, den Preis, die Vorzüge, Nachteile und Unterschiede informiert wird?» fragte Blocher. Sowohl die Marktwirtschaft wie auch die Demokratie setzen Gedankenfreiheit, Meinungsfreiheit, Rede- und Pressefreiheit sowie Freiheit für die Werbung voraus. Diese Freiheit gelte es heute wieder mit Nachdruck zu betonen. In diesem Sinne unterstützt er die Schweizer Werbung in ihren Bemühungen, die Freiheit der Werbung zu verteidigen.
 
Mit einem Augenzwinkern wies der Bundesrat darauf hin, dass, angefangen beim Apéro über den Wein bis zum Auftritt des Kabarettisten, Andreas Thiel, anlässlich der Mitgliederversammlung der SW alles gesponsert sei (vergl. unten). Er sei froh um jede Veranstaltung, die nicht vom Bund Unterstützung verlange. Als einziger sei bei seinem Referat freilich kein Sponsor aufgeführt. Bundesräte seien aber keineswegs gratis, und richtigerweise hätte im Programm stehen müssen: «Dieser Auftritt wird freundlicherweise durch den Steuerzahler ermöglicht.»
 
Abhängig von guten Rahmenbedingungen
 
In ihrem Grusswort des Regierungsrates unterstrich Rita Fuhrer die Bedeutung der Werbewirtschaft als wirtschaftlicher Player. Sie mahnte die Branche aber gleichzeitig auch, die volkswirtschaftliche Verantwortung nicht zu vergessen und neue Stellen zu generieren. Die Gastreferentin gab zu, dass auch der Staat wichtige Pflichten zu erfüllen habe, nämlich die Schaffung guter Rahmenbedingungen: «Die Werbebranche ist von förderlichen Rahmenbedingungen besonders abhängig, denn nur wenige andere Branchen müssen sich momentan um die freie Ausübung ihrer Arbeit so sehr sorgen wie die ihrige», stellt die Regierungsrätin fest. Die Tendenz des Staates die BürgerInnen vor Schaden zu bewahren, stellte sie in Frage. «Ich sehe bei Werbung weit und breit keinen Schaden, sondern die Aufforderung an mündige Bürger, Entscheidungen aus einer Auswahl von Möglichkeiten zu treffen.» In diesem Sinne seien Werbeverbote Vorboten einer rückwärtsgerichteten Politik, nämlich jener, dem eigenen Volk keine Verantwortung für sich zuzutrauen.
 
Zum Schluss rief Rita Fuhrer die Werber auf, sich durch die Verbote nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. Werbung sei grundlegend wichtig für das wirtschaftliche Wohlergehen in der Schweiz.
 
Satirische Politik
 
Den unterhaltsamen Teil der Veranstaltung bestritt der Satiriker Andreas Thiel. Mit seinen bösen aber immer anspruchsvoll-geistreichen Sprüchen und Metaphern setzte er einen humorvollen Schlusspunkt. Wobei auch seine Darbietung nicht bar von Politik war. Im Gegenteil: Seine ebenso überraschende wie pointenreiche Darstellung der Gründe, warum auf dieser Welt wer wen nicht mag, war hoch politisch und passte bestens in den übrigen Rahmen der Veranstaltung. Nur dass Thiel diese nicht ganz ernst nimmt und es bei ihm deshalb entschieden mehr Lacher gab.
 
Piero Schäfer

Die Schweizer Werbung bedankt sich bei folgenden Firmen für das grosszügige Sponsoring der Mitgliederversammlung: 
20 Minuten; AMAG, APG/Affichage; Confiserie Sprüngli; e-advertising; Goldbach Media Gruppe; idée/VfW; Kramer Gastronomie; Marketing & Kommunikation; PostMail; Publicitas; publisuisse; SAWI; tilllate; vinum, Europas Weinmagazin;«Zürich» Versicherungs-Gesellschaft

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Newsartikel 2005

16.12.2005

Und plötzlich gibt es Schmuggel

Die massive Preiserhöhung im Zigarettenhandel hat gemäss Oberzolldirektion nicht den erhofften Konsumrückgang gebracht, sondern die Einnahmen reduziert und den Schmuggel gefördert. Fritz Weber, Sektionschef der Tabak- und Bierbesteuerung, über die Tabaksteuerpolitik und deren ungewollte Folgen.

Fritz Weber
Fritz Weber glaubt, dass eine massive Preiserhöhung nicht
den erhofften Konsumrückgang bringt.


Vor einem Jahr sind die Preise für Zigaretten um 50 Rappen erhöht worden. Welchen Einfluss hatte diese Massnahme auf den Zigarettenkonsum?

Fritz Weber: Da muss ich zuerst etwas ausholen: Die Erhöhung geht zurück auf ein Aussprachepapier des Bundesrates im März 2004. Damals hat das Departement des Innern verlangt, dass die Tabaksteuer auf einen Schlag um 50 Rappen angehoben wird. Und es hat das gemacht, ohne die betroffenen Departemente um ihre Meinung zu fragen. Es gab keine Ämterkonsultation.

Auch Ihr Amt wurde nicht angefragt?

Weber: Nein, nicht einmal wir, die wir doch federführend sind in der Tabaksteuer. Als wir es vernommen haben, haben wir uns gegen diesen Schritt gewehrt.
 
Warum? Preiserhöhungen können doch den Konsum reduzieren, oder?

Weber: Wir sind eben der Meinung, dass der Bundesrat mit der Tabaksteuerpolitik weiterfahren soll, wie er es lange Jahre gemacht hat, nämlich Erhöhungen in moderaten Schritten. Und das unter Berücksichtigung der Preissituation in den Nachbarländern. Und mit dem Ziel, sich mittelfristig dem EU-Mindeststeuersatz anzunähern.

Was hat denn Herrn Couchepin veranlasst, diesen Schritt zu initiieren?

Weber: Das ist uns bis heute unklar, weil mit dieser massiven Preiserhöhung unsere Zigaretten plötzlich teurer waren als in Österreich und in Italien. Das mit der Konsequenz, dass viele ausländische Touristen bei uns keine Zigaretten mehr kaufen und ein Teil unserer Grenzbevölkerung die Zigaretten im billigeren Ausland erwirbt.
 
Und der Konsum?

Weber: Präventiv hat die Sache meines Erachtens kaum Wirkung gezeigt, denn die Leute kaufen einfach jenseits der Grenze oder im Internet ein, rauchen trotzdem und die Schweiz verliert Einnahmen.

Haben Sie denn die Auswirkungen der Preiserhöhung beobachten können?

Weber: Wir haben die Zollämter Anfang 2005 mit dieser Kontrolle beauftragt. Und zwar in Bezug auf den Handelswaren- und den Reisendenverkehr. Wir wollen wissen, ob die Einfuhren zugenommen haben, ob mehr Strafverfahren zu verzeichnen und allenfalls Schwarzmärkte entstanden sind. Zudem interessiert uns, ob der Detailhandel im grenznahen Raum über Absatzverluste klagt, weil viele im Ausland einkaufen. Diesen Bericht erwarten wir noch vor Ende Jahr.
 
Gibt es Auswirkungen, die Sie bereits festgestellt haben?

Weber: Seit diesem Jahr haben wir plötzlich Straffälle betreffend Zigarettenschmuggel. Das gab es bisher selten bis nie. Dadurch, dass die hiesigen Preise immer leicht tiefer waren als im Ausland, gab es dafür gar keinen Anreiz.

Was bedeutet das für Sie?

Weber: Das ist eine ziemlich erschreckende Erkenntnis. Denn wenn die Schmuggelkanäle einmal eröffnet sind, dann werden sie ausgebaut und allenfalls auch für andere Waren als Zigaretten benützt.

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Gibt es andere Konsequenzen der Preiserhöhung?

Weber: Im Moment ist es zwar noch nicht konkret beurteilbar, aber die Zigarettenindustrie hat uns vor kurzem gemeldet, dass sie einen Verkaufsrückgang für dieses Jahr von sage und schreibe 10% erwartet.
 
Und das ist aussergewöhnlich?

Weber: Allerdings, das sprengt jeden Rahmen.

Inwiefern?

Weber: Die bisherigen Zahlen waren total anders. Mit moderaten Steuererhöhungen haben wir bisher immer ein bisschen mehr eingenommen und gleichzeitig wurden etwas weniger Zigaretten verkauft. Und so konnten die bundesrätlichen Ziele – die Ergiebigkeit der Steuer stets leicht zu erhöhen und gleichzeitig den gesundheitlichen Aspekten Rechnung zu tragen – erreicht werden.

Und das ist jetzt anders?

Weber: Sicher, wenn statt 13,8 Milliarden Zigaretten im Jahr 2004 plötzlich nur noch 12,4 Milliarden verkauft werden, stimmt diese Balance nicht mehr.
 
Heisst denn das auch, dass 10% weniger geraucht worden ist? Das wäre ja eine erfreuliche Entwicklung.

Weber: Das dürfte kaum der Fall sein.

Wie kommen Sie zu dieser Meinung?

Weber: Ich berufe mich da auf die Darstellung des Bundesrates in seiner Botschaft zur Änderung des Tabaksteuergesetzes im Jahre 2002. Dort sagte der Bundesrat, dass die Meinung falsch sei, dass massive Steuererhöhungen zwangsläufig zu einem Konsumrückgang und gleichzeitig zu Mehreinnahmen führen würden, wie das die Gesundheitspolitiker immer ins Feld führen. Der Bundesrat begründete das mit den drei folgenden Argumenten: 1. Der Konsument wendet sich günstigeren, so genannten Substitutionsprodukten zu (selbstgedrehte Zigaretten, Anm. der Red.), 2. Grenz- und Touristenverkäufe kommen zum Erliegen. Dies führt zu einem Einnahmenverlust von 100 bis 200 Millionen Franken pro Jahr. Und dies, obschon nicht weniger geraucht wird. Und 3. besteht die Gefahr von Schwarzmarkt und Schmuggel, wenn das Preisverhältnis nicht mehr stimmt. Ausserdem stellte der Bundesrat die These von Prof. Alberto Holly (Prof. für Ökonomie an der Universität Lausanne, die Red.) zwischen Preis und Konsum in Frage.
 
Wie lautet denn die These von Prof. Holly?

Weber: Wenn man die Verkaufspreise für Zigaretten um 10% erhöhe, resultiere ein Minderkonsum zwischen 4% und 7%.

Sie sind nicht überzeugt von dieser These?

Weber: Nein, wir bestreiten sie insofern, als wir glauben, dass es nicht einen Minderkonsum, sondern einen Minderverkauf gibt. Natürlich wirken sich höhere Preise auch etwas auf den Konsum aus, aber niemals in dem Umfang, wie das von Holly behauptet wird.

Minderverkauf bedeutet also nicht auch Minderkonsum?

Weber: Nein, keinesfalls, das wäre ein Trugschluss. Man sieht das sehr gut am Beispiel Deutschland. Im Jahr 2004 hat Deutschland zwei massive Tabaksteuererhöhungen sowie 2005 eine weitere Erhöhung erlassen. Dadurch sollten Mehreinnahmen von 1,5 Milliarden Euro generiert werden. Herausgekommen ist aber das Gegenteil, nämlich 0,5 Milliarden Euro Mindereinnahmen. Das ist eine Fehleinschätzung von 2 Milliarden Euros! Nach Einschätzung des deutschen Zollkriminalamtes ist dieses Ergebnis im Wesentlichen auf die drastische Zunahme des Schmuggels zurückzuführen. Gemäss Aussage unserer Kollegen in Deutschland ist bereits jede zehnte Zigarette geschmuggelt. Inzwischen werden in Deutschland auch illegale Zigarettenfabriken betrieben. Zwei sind im laufenden Jahr ausgehoben worden.
 
Es scheint also, dass die Massnahmen, wie sie von Herrn Couchepin getroffen worden sind, nicht eben ein effizientes Ergebnis bringen. Hat denn Herr Couchepin die Einschätzung des Bundesrates aus dem Jahr 2002 nicht gekannt?

Weber: Doch, sicher hat er sie gekannt. Aber andererseits fordert eben die Gesundheitspolitik seit Jahren möglichst hohe Zigarettenpreise. Allerdings ohne sich gross um die finanziellen Konsequenzen und unsere Vollzugsprobleme zu kümmern. Bei den Sparvorgaben des Bundesrates können wir Schmuggel nicht in Kauf nehmen und ihn bekämpfen. Wir müssen ihn verhindern.

Wie begründet denn das BAG respektive Thomas Zeltner die Strategie mit den hohen Preisen?

Weber: Das BAG führt immer wieder diese Studie von Prof. Holly ins Feld. Wir bestreiten sie, und der Bundesrat ist auch unserer Meinung, wie in der Botschaft zur Änderung des Tabaksteuergesetzes klar geworden ist.

Ist es denn nicht möglich, endlich einmal eine neutrale Studie über den Konsum von Tabakprodukten zu machen, welche darüber Auskunft gibt, welche Konsequenzen Preiserhöhungen oder auch Werbeverbote haben?

Weber: Das kann ich auch nicht sagen, zudem ist es sicher ausgesprochen schwierig, hier wirklich ehrliche Antworten zu kriegen. Wer gibt heute schon gerne zu, dass er viel raucht?

Thomas Zeltner fordert ja immer wieder einen Zigarettenpreis von 7.50 Franken oder noch mehr. Was hätte das aus Ihrer Sicht für Konsequenzen?

Weber: Da muss man unterscheiden, ob die Erhöhung in moderaten Schritten geschehen soll oder aber auf einen Schlag. Wenn es auf einen Schlag geschehen soll, bin ich aus den genannten Gründen dagegen. Wenn man den Preis im Einklang mit den Preiserhöhungen im Ausland anheben würde, dann hätte ich nichts dagegen.
 
Würde ein Beitritt zur EU hier Klarheit schaffen?

Weber: Nein. Eine Harmonisierung mit den Zigarettenpreisen in der EU ist nicht möglich. Die EU verlangt lediglich eine Mindeststeuer von 57% des Detailverkaufspreises. Die Zigarettenpreise hingegen sind innerhalb der EU nicht harmonisiert. Zudem schreiben einzelne Staaten Mindestverkaufspreise vor. Und schliesslich bestimmen Hersteller und Händler die Preise selber.

Wie hoch ist denn die Mindestbelastung in der Schweiz?

Weber: Die liegt bei 54,7%. Wir sind also praktisch schon EU-kompatibel.

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Sota-Fonds
 
Mit jedem Päcklein Zigaretten wird der einheimische Tabakanbau mit 2,6 Rappen unterstützt. Diese indirekte Subventionierung der einheimischen Produktion soll gestrichen werden:
Eine Motion der Nationalrätin Kiener Nellen will die 2,6 Rappen in einen Präventionsfonds einbringen. Das würde für den Schweizer Tabakanbau den Untergang bedeuten. Der Sota-Fonds ermöglichte es bisher, den inländischen Anbau zu sichern, da der Preis dem Dreifachen des Welthandels entspricht. Da man den Tabakpflanzern keine sinnvolle Alternative bieten kann und es ja nicht öffentliche Gelder sind, sondern vielmehr die Zigarettenkonsumenten, die den Betrag bezahlen, sind der Bundesrat und das Parlament der Meinung, dass der Sota-Fonds beibehalten werden solle.
 

Piero Schäfer

 

16.12.2005

Monica Glisenti am Parlamentariertalk

Zu Fehlern stehen, fördert Glaubwürdigkeit

Die Kommunikationsleiterin der Migros, Monica Glisenti, hat anlässlich eines SW-Parlamentariertalks in Bern in einem anregenden und kurzweiligen Gespräch über die Kommunikation des Detailhandelsunternehmens Auskunft gegeben.

Parlamentarier Talk mit Monica Glisenti, Kommunikationsleiterin MGB


Rund 20 Jahre war Monica Glisenti im Journalismus tätig. Beim Sonntagsblick als politische Berichterstatterin, bei Cash als Wirtschaftsredaktorin. Viele haben sich gewundert, als die engagierte Journalistin in die Kommunikationsabteilung der Migros wechselte. Doch, die Aufgabe, die sie seit vier Jahren betreut, scheint der Engadinerin zu passen. Mit der ihr eigenen Spontaneität, mit Humor und Charme beantwortete sie die Fragen und liess erkennen, dass auch ein solcher Corporate-Job journalistische Ansprüche erfüllen und Spass machen kann.

Monica Glisenti hat ihre offene Art zu kommunizieren in die Etagen der Migros eingebracht. «Wer zu Fehlern steht, stösst rundherum auf Verständnis und gewinn an Glaubwürdigkeit», ist sie überzeugt. Allerdings war es nötig, gewisse Strukturen im Unternehmen zu optimieren, um den Informationsfluss besser zu gestalten. Glisenti glaubt, dass der Stil der Kommunikation bei Migros heute offener und dienstleistungsorientierter ist als früher.
Diese Offenheit findet jedoch auch situative Grenzen: Im neu konzipierten Migros-Magazin, das eine Auflage von 2,36 Millionen Exemplaren aufweist, ist zwar Werbung von konkurrierenden Unternehmen möglich, aber nur in den Bereichen Reisen und Banken. Im Kerngeschäft, dem Detailhandel, dürfen Konkurrenten – oder Marktpartner, wie sie Monica Glisenti nennt – nicht inserieren. Die ebenfalls angesprochenen Nahrungsmittelwerbeverbote geben auch der Kommunikationschefin zu denken und sie ist sicher, dass hier politischer Widerstand nötig ist.

Piero Schäfer

 

15.12.2005

Feierliche Diplomübergabe an eidg. dipl. KommunikationsleiterInnen

An der Diplomfeier vom 9. Dezember 2005 in der Zürcher DiscoBar KUKUK überreichten René Schmutz, Präsident der Prüfungskommission der Schweizer Werbung und Heinz Egli, Prüfungsleiter KL, den neuen Kommunikationsleiter- und leiterinnen das eidg. Diplom.

Anfangs Dezember wurden in der Zürcher DiscoBar KUKUK die eidgenössischen Diplome Kommunikationsleiter und Kommuniktionsleiterinnen überreicht. 40 der 43 erfolgreichen Absolventen der Höheren Fachprüfung konnten mit Freude aber auch mit Stolz ihr Diplom entgegennehmen.

Unter grossem Applaus der Anwesenden durften die Jahrgangsbesten Viviane Rauch-Lyoth und Christian Kumar Meier, die mit der Note 5,0 brillierten, einen grosszügigen Barcheck von Touring in Empfang nehmen. Auch die beiden Zweitbesten, Vera Bachmann und Gerold Schneider, freuten sich über den von B.A.T. gesponserten Barpreis. Und last but not least erhielten diese vier einen Blumenstrauss «surprise» von Marketing & Kommunikation.

Aber auch die anderen Teilnehmer durften Preise entgegennehmen. So war ein weiterer Höhepunkt des Abends die Verlosung zweier von Heineken zur Verfügung gestellten Beertenders. Die Gewinner, Alexandra Weller und Florian Studer jedenfalls freuten sich über ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Auch die Gewinner der von publisuisse gesponserten einjährigen Fernseh- und Radiogebühren, Gabriella Crepaz, Dave Studer und Pascale Wagen, freuten sich über ihren Preis.

Nach dem offiziellen Teil konnte man sich am Fingerfood-Buffet gütlich tun, ausgiebig die mündlichen und schriftlichen Prüfungen Revue passieren lassen und wer genug kommuniziert hatte, konnte sich auf der Tanzfläche schon mal für den weiteren Abend aufwärmen. Hier finden Sie die Bilder

Claudia Facchinetti

 

05.12.2005

Ernährungsbericht des Departements des Innern

Stellungnahme der Schweizer Werbung SW

Heute hat Bundesrat Pascal Couchepin den Ernährungsbericht des Departements des Innern vorgestellt. Darin fordern die Verfasser unter anderem Werbeverbote für dick machende Nahrungsmittel in Massenmedien. Diese Massnahme müsse ohne langwierige Vernehmlassung und ohne Berücksichtigung von Lobby-Interessen umgesetzt werden.

Die Schweizer Werbung SW sieht in dieser Forderung die zunehmend spürbare Tendenz bestätigt, dass gewisse Kreise die Verantwortlichkeit für individuelles Handeln allein auf die kommerzielle Kommunikation abwälzen. Nach den Zigaretten und den alkoholischen Getränken sind, wie erwartet, jetzt also auch Lebensmittel ins Schussfeuer geraten. Ein weiteres Indiz dafür, dass der Staat den Bürgerinnen und Bürgern in Sachen Werbekompetenz und Selbstentscheidung misstraut.
 
Dadurch wird das individuelle Selbstvertrauen der Bevölkerung untergraben und das Opferbewusstsein gestärkt, welches das Verschulden für eigenes Verhalten in erster Linie bei anderen, insbesondere bei der Werbung sucht.
 
Der Ernährungsbericht wird die Schweizer Werbung SW und die gesamte Kommunikationsbranche in ihrem Kampf gegen solche übertriebene Regulierungsmassnahmen bestärken, denn es gibt noch zahlreiche andere Produkte, welche die Gesundheit gefährden können. Auch ihnen drohen konsequenterweise Werbeverbote. Und das kann in einem liberalen Staat, in welchem Marktwirtschaft herrscht, niemand diskussionslos akzeptieren.

Piero Schäfer

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11.11.2005

Bemerkenswerter Jahrgang

Höhere Fachprüfung für Kommunikationsleiter mit eidg. Diplom 2005

Mehr Absolventinnen und Absolventen, bessere Prüfungsergebnisse: Der Kommunikationsleiter-Kurs 2005 darf als ausgesprochen erfreulich registriert werden. Die Erfolgsquote von 84% kann sich tatsächlich sehen lassen.

Insgesamt 49 Kandidatinnen und Kandidaten (im Vorjahr 37) haben sich im September und Oktober in Lenzburg den Prüfungen zur Erlangung des Diploms für den Kommunikationsleiter respektive der Kommunikationsleiterin unterzogen. Das in einem schriftlichen und einem mündlichen Teil absolvierte Examen hat ein durchaus erfreuliches Ergebnis gezeitigt, haben doch 41 Prüflinge (24 Damen und 17 Herren) den anspruchsvollen Test bestanden, was nicht weniger als 84% ausmacht.

Die gute Performance hat sich natürlich auch auf die Durchschnittsnote ausgewirkt, die in diesem Jahr bei 4.33 Punkten liegt. Mit einer Gesamtnote von 5 führen Christian Kumar Meier aus Bern und Viviane Rauch-Lyoth aus Steinmauer die Liste der Absolventinnen und Absolventen an.

Ebenfalls bestanden haben eine Kandidatin und ein Kandidat, welche wegen besonderer Umständen die Prüfung nach einem Beginn im Vorjahr heuer beendet haben.

Der Jahrgang 2004/2005 ist gemäss Prüfungsleiter Heinz Egli aber nicht nur resultatmässig erfreulich zu werten, bereits während den mündlichen Prüfungen habe sich ein positiveres Bild als im letzten Jahr abgezeichnet: «Bei den Geprüften war ein spürbar grösseres und von Motivation geprägtes Engagement zu erkennen,» lobt Egli die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen. Das freut Egli natürlich besonders: Es war seine erste Erfahrung als Prüfungsleiter. Vor einem Jahr hatte er das Amt von Fritz Märki übernommen, der dem Organ fast 24 Jahre vorgestanden hatte.

Die Diplomfeier samt Übergabe der Dokumente findet am 9. Dezember abends in Zürich statt.

 

01.11.2005

SW-Workshop

Damit der Druck nicht zum Druck wird

Ein Drucker, ein Auftraggeber und ein Agenturvertreter haben anlässlich eines Workshops die Anforderungen und Anliegen eines Druckauftrages aus ihrer Sicht dargelegt. Und der SW-Rechtsberater zeigte die rechtlichen Leitlinien auf. Fazit: Wenn die Kommunikation stimmt, klappts auch mit dem Auftrag.

SW-Workshop 2005 - Damit Drucken nicht zum Druck wird

Am besten klappts wenn alle miteinander wirken. Christoph Jäckle, Peter Röschli und Norbert Unternährer (v.l.) haben bei optimaler Kommunikation keine Probleme. Und der Rechtsberater, Marc Schwenninger (2.v.l.) muss gar nicht eingreifen.

Die TeilnehmerInnen waren ungefähr gedrittelt: Die Druckbranche, die Agenturseite und die Auftraggeber, respektive deren Interessen waren «gerecht» verteilt, als Marc Schwenninger, der Rechtskonsulent der Schweizer Werbung als Einleitung zum Workshop die rechtlichen Rahmenbedingungen würdigte. Basis der rechtlichen Beziehung, an welcher entweder zwei (Drucker, Auftraggeber) oder drei Partner (Drucker, Auftraggeber und Agentur) beteiligt sind, ist der Werkvertrag, welcher im Obligationenrecht (Art. 363 ff) normiert ist. Wenn alles nach Wunsch und Plan verläuft, kommt das Gesetz freilich nicht zum Zug, es muss erst beigezogen werden, wenn erhebliche Mängel oder Abweichungen auftreten, welche einen Minderwert des Werkes zur Folge haben. Die Haftung für diese Mängel unterliegen ihrerseits gewissen Voraussetzungen und kann dahinfallen, wenn unter anderem der Auftraggeber oder dessen Bevollmächtigter Weisungen mangelhaft erteilte. Juristisch ebenfalls relevant ist in diesem Dreiecksverhältnis die Vollmacht. Auch sie kann zu Problemen und Unklarheiten führen.

Kenntnis verhindert Rechtsgang
Da die involvierten Rechtsbegriffe ausgesprochen vielfältig und wenig exakt interpretierbar sind (wann ist etwas «unbrauchbar» oder was bedeutet «minder erheblich»?) und eine rechtliche Auseinandersetzung deshalb enorm aufwändig, schwierig und langwierig ist, kommt der Auftragserteilung und der fachmännischen Offerte eine entscheidende Bedeutung zu. Ein erheblicher Teil des Workshops war denn auch diesem Thema gewidmet.

Zuerst zeigte Peter Röschli, Leiter der Marketingkommunikation der Creabeton Baustoff AG in Rickenbach auf, wie man Druckofferten korrekt einholt. Diese Aufgabe sei, so betonte Röschli eine qualifizierte Facharbeit und gehöre in die Hände von ausgebildeten Spezialisten. Wenn man im eigenen Betrieb keine solche zur Verfügung habe, solle man einen externen Dienstleister oder gar eine Agentur beiziehen. Anhand einiger Offerten aus der Praxis zeigte Röschli, wie schnell bei der Offertstellung Missverständnisse entstehen können.

Norbert Unternährer, Vertreter der ASW-Agentur Müller & Partner in Aarau, erläuterte die Anforderungen an einen reibungslosen Druckauftrag aus der Sicht einer Agentur. Er listete die wichtigsten Punkte auf, die es bei dieser Arbeit zu berücksichtigen gelte. Neben den rechtlichen Grundlagen stünden Kenntnisse über den Markt und die Wünsche respektive die Haltung des Kunden im Vordergrund.

Als Dritter im Bunde trat dann Christoph Jäckle vors Publikum. Er würdigte die Situation aus der Sicht des Druckers. Und da stellte sich auch heraus, dass die Einschätzung durchaus unterschiedlich sind. Derweil Auftraggeber und Agentur der Meinung sind, es sei genug Knowhow auf ihrer Seite vorhanden, bemängelte Jäckle ebendiese Ausgangslage. Mangelnde Kenntnis sei häufig die Ursache für Folgeprobleme. Offertanfragen aber auch Offerten seien zu wenig exakt formuliert. Und häufig fehlten die Entscheidungsgrundlagen, sodass letztlich der Preis das einzige Argument für einen Druckauftrag darstelle.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion, an welcher sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten, wurden die einzelnen Standpunkte noch etwas pointierter dargestellt, und die Quintessenz der Veranstaltung hiess: je partnerschaftlicher und professioneller die Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien ist, desto kleiner die Gefahr, dass es zu rechtlichen Streitereien kommt.

Unterlagen über den SW-Workshop sind bei der Schweizer Werbung SW, Tel +41 44 211 40 11 erhältlich.
Preis: Fr. 30.-- + Mwst. und Porto (2012 vergriffen)

Piero Schäfer

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26.09.2005

Idea-Protector

Mittel gegen den Ideenklau

Die fünf Kommunikationsverbände ASW, BSW, SW, Script und Swiss Design Association, sda, haben einen Workshop zu einem ebenso brisanten wie leiden Thema organisiert: dem Ideenklau.

SW Workshop Idea-Protector 2005

Podiumsteilnehmer Marko Straus, Initiant Idea-Protector, Marc Schwenninger, SW-Rechtskonsulent, Diego Bally, ASW-Präsident, Andy Ruf, ASW-Vizepräsident und Norbert Unternährer, Müller und Partner AG, Aarau (v.l.n.r.).

Im Zentrum stand die Präsentation des elektronischen Tools Idea-Protector, welches Kreative in Zukunft besser schützen soll.

Die Situation ist bekannt: Eine kreative Person entwirft einen Text, eine Skizze, ein Design oder sonst etwas Schöpferisches, und präsentiert die Idee einem potentiellen Auftraggeber oder sonst jemandem. Wenig später erhält die Person eine freundliche Absage und entdeckt kurz darauf die eingereichte Kreation in den Medien. Schon vielen ist es so ergangen, und meist ist man in solchen Momenten reichlich machtlos, da es schwierig ist, den tatsächlichen Sachverhalt, vor allem den zeitlichen Ablauf, zu beweisen.

Das soll, wie man anlässlich des Workshops vernehmen konnte in Zukunft vermieden werden. Eingangs erläuterte Marc Schwenninger, Rechtskonsulent der Schweizer Werbung SW, die juristische Situation. Schwenninger zeigte auf, was man überhaupt schützen kann und wie diese Vorsorge bisher funktioniert hat. Wenn überhaupt, denn meistens haben die Kreativen es versäumt, vorgängig aktiv zu werden. Und das rächte sich immer dann, wenn man in einem Rechtsverfahren beweisen sollte, wer wann welche Leistung erbracht hatte. Die Crux liegt in der Beweisbarkeit der Frage wer zuerst war. Und hier scheint das anschliessend von Marko Straus präsentierte Tool Idea-Protector gute Dienste zu leisten.

Bessere Beweisbarkeit und präventive Wirkung
Der technische Vater des Tools erläuterte eingangs wie er überhaupt auf die Idee gekommen ist, das Programm zu entwickeln. Einer seiner Bekannten hatte just die eingangs erwähnte Situation erlebt und sich reichlich frustriert geäussert. Und so entstand die Idee, eine Software zu entwickeln, welche es erlaubt, eine schöpferische Leistung auf einfache und vor allem speditive Weise zu registrieren und mit einem zeitlichen Stempel zu versehen. Das Ganze geschieht online und hilft in einem allfälligen Streitfall, umgehend die Sachlage zu beweisen.

Idea-Protector soll aber nicht nur als Beweismittel dienen, sondern vor allem auch präventiv Wirkung entfalten. Das Tool könnte also auch die bis anhin ebenso unbeliebten wie heiklen non disclosure agreaments ersetzen. Oder zumindest ergänzen. Und finanziell lohnt sich die Sache auf jeden Fall, kostet eine Hinterlegung einer Idee doch lediglich 18 Franken. Und die Lizenzgebühr ist unentgeltlich. Ein finanzieller Aufwand, der angesichts einer vermiedenen juristischen Auseinandersetzung tatsächlich mit Peanuts verglichen werden kann. Mehr Informationen unter diesem LINK  (2012 nicht mehr in Betrieb).

In der anschliessenden Podiumsdiskussion, an welcher sich zahlreiche der rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten, wurden diverse Fragen geklärt. Und man hatte den Eindruck, dass diese neue Idee bei den Anwesenden auf fruchtbaren Boden stösst. Ein Eindruck der am Schluss bestätigt wurde, hoben doch auf die Frage von Marko Straus, wer sich vorstellen könnte, den Idea-Protector einzusetzen, doch zahlreiche Anwesende ohne zu zögern die Hand.

Piero Schäfer

 

13.09.2005

SW-Studie über die Einstellung zur Werbung

Beliebter als behauptet

Viele Politiker glauben, Bürgerinnen und Bürger vor der Werbung schützen zu müssen. Eine unabhängige Studie der Schweizer Werbung SW ist der Frage nachgegangen, ob denn die kommerzielle Kommunikation wirklich so unbeliebt ist, wie einige behaupten. Die Untersuchung zeigt ein anderes Bild.

In Genf, Lausanne und Basel gibt es Bestrebungen, die Werbung vor eine Ethikkommission zu bringen, bevor sie publiziert werden darf. Und in vielen Kantonen werden Werbeverbote gefordert. Die Initianten solcher Anliegen gehen davon aus, dass die KonsumentInnen Abscheu vor Werbung haben und endlich davor geschützt, resp. davon befreit werden wollen.

Für viele Unternehmen, insbesondere in der Kommunikationsbranche, ist diese immer wieder behauptete Phobie ein ernsthaftes Problem, hängt doch der wirtschaftliche Erfolg nicht zuletzt vom Marketing und der kommerziellen Kommunikation ab. Eine im Auftrag der Schweizer Werbung SW vom Genfer Marktforschungsunternehmen Erasm im Februar und März 2005 durchgeführte und von APG gesponserte Studie sollte endlich Klarheit schaffen. Haben die Schweizerinnen und Schweizer wirklich grundlegend etwas gegen Werbung? Und wenn ja: Welche wird eher toleriert als andere? 1285 Personen im Alter von 14 bis 80 (Durchschnittsalter: 44 Jahre) in der ganzen Schweiz sind mit einer Reihe von entsprechenden Fragen konfrontiert worden.

Fast zwei Drittel mögen Werbung
Die erste Frage versuchte in Erfahrung zu bringen, wie es denn generell mit der Einstellung der Schweizerinnen und Schweizer gegenüber Werbung steht. 59% der Befragten haben ein durchaus positives Bild von der Werbung, rund ein Drittel mag sie nicht besonders, und bloss 6% geben an, Werbung abzulehnen.

Bemerkenswert ist die Erkenntnis, dass ausgerechnet in der Romandie, wo die Anti-Werbereflexe stärker zu sein scheinen, als in der Deutschschweiz, die Zustimmung grundsätzlich höher ist: 67% der Westschweizer haben eine positive Einstellung gegenüber der Werbung. Zu denken geben muss es den Befürworter der Anti-Werbe-Bewegung, dass ausgerechnet die Genfer mit 68% die höchste Zustimmungsrate aufweisen. Über zwei Drittel des Calvin-Kantons ist also gegenüber kommerzieller Kommunikation durchaus positiv eingestellt.

Wenn man die Antworten analysiert, so stellt man fest, dass die Jungen, die Männer, die besser Gebildeten und die Romands Werbung eher mögen als die Älteren, Frauen, Angestellten und Deutschschweizer.

Werbung hat durchaus unterschiedlichen Impact. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass sie bei den diversen Mediengattungen einen unterschiedlichen «Störungsgrad» aufweist. Am meisten nervt Reklame beim Medium Fernsehen (77% sind dieser Meinung), beim Handy und im Briefkasten sind es 69%, beim Internet 56%, beim Radio 45%, in den Magazinen 24%, im Kino 23%, in der Tagespresse 18% und am Schluss der Unbeliebtheitsskala figurieren die Plakate (16%) und die Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln (14).

Interessant ist die Frage, wie sich denn die Einstellung zur Werbung in den letzten drei Jahren verändert hat. Beim Fernsehen, im Briefkasten, im Internet und bei den Plakaten hat die Abneigung leicht zugenommen, Werbung im Radio, in den Magazinen, im Kino und in der Tagespresse kommt heute gegenüber 2002 besser an.

Teilweise treten erhebliche regionale Unterschiede auf: Die Deutschschweizer fühlen sich von TV-Werbung stark gestört (80%) in Genf sind es mit 71% deutlich weniger, die etwas gegen TV-Spots haben. Anders bei den Plakaten: Nur 17% der Deutschschweizer stören sich an Plakaten, wogegen es in Genf immerhin 24% sind.

Die Beeinflussung durch Werbung
Die Frage, ob Werbung persönlich zum Kauf animiert oder nicht, ist seit jeher stark umstritten. Die Umfrage hat ebenfalls nicht wirklich Klarheit geschaffen: 44% der SchweizerInnen meinen, dass sie Werbung zum Kauf animiert, etwas weniger glauben, Werbung hätte keinen Einfluss auf ihr Konsumverhalten. Und Knapp 20% behaupten gar, Werbung würde sie explizit davon abhalten, ein beworbenes Produkt zu erwerben.

Stellt man die Frage allerdings allgemein, so sehen die Zahlen völlig anders aus: 79% der SchweizerInnen glauben, dass Werbung generell zum Konsum anregt. Etwas mehr als 10% streiten aber auch dies ab, und rund 5% sind der Meinung, dass Werbung generell vom Konsum abschreckt.

Auf die Frage, ob Werbung allgemein das Leben beeinflusst, haben 84% der StudienteilnehmerInnen mit «stark», resp. «ziemlich stark» geantwortet. Das gilt mehr oder weniger für die ganze Schweiz. Die regionalen Unterschiede sind nicht erheblich: Deutschschweiz: 87%, Westschweiz: 81%.

Viel Haut stört nicht
Nachdem es in jüngster Zeit häufig zu Beschwerden wegen allzu freizügiger Werbung gekommen ist, interessiert die Frage nach dem Empfinden in Sachen «Haut» ganz besonders. Die Beschwerdeführer werden erstaunt sein, wie wenig sich die Bevölkerung von viel Haut geschockt fühlt: Rund 68% der Befragten fühlen sich davon nicht belästigt. Lediglich 28% mögen freizügige Darstellungen nicht.

Noch deutlicher ist die Frage nach dem Umstand, dass Kinder in der Werbung vorkommen. 72% gaben an, nichts gegen Kinder in der Werbung zu haben. Nur 21% sind da konträrer Meinung.

Bemerkenswert sind hier allerdings die regionalen Unterschiede: Derweil bloss 25% der Deutschschweizer sich an nackter Haut stören, sind es in der Romandie allgemein 36% und in Genf 38%.

Amüsante Werbung erwartet
Ein Thema, das die Werbebranche brennend interessieren muss, betrifft die Erwartung, welche die Konsumenten an die Werbung haben. Soll Werbung unterhalten, einfach zu verstehen sein oder lediglich informieren? Oder soll sie gar zum Träumen anregen? Das Ergebnis ist wenig überraschend: 84% der Befragten erwarten von der Werbung, dass sie amüsant und unterhaltsam daher kommt. Leicht zu verstehen (78%), informativ (77%), überraschend (72%) sind die nächst folgenden Erwartungen. Und am Schluss der Tabelle stehen die Argumente «zum Kauf animieren» (39%) und «zum Träumen bringen» mit 35%.

Wirtschaftliche Bedeutung der Werbung
Die Bedeutung der Werbung als wirtschaftlicher Faktor ist in der Bevölkerung überraschend stark bekannt. Sowohl betreffend Arbeitsplätzen als auch betreffend Existenzsicherung der Medien. 91% der Befragten erklärten, dass Werbung für die Existenz zahlreicher Zeitungen unerlässlich sei. Und man ist sicher (81%), dass die TV-Konzessionsgebühren ohne TV-Werbung erheblich ansteigen würden. Dass die Werbung für Arbeitsplätze besorgt ist, davon sind 88% der StudienteilnehmerInnen überzeugt, und 79% glauben, dass die Werbung für eine gesunde Entwicklung der Oekonomie unerlässlich ist.

Nur relativ wenige (61%) sind dagegen der Meinung, Werbung verteuere lediglich die Produkte und die Dienstleistungen, und 46% fordern, dass der Staat sich ernsthafter um die Reglementierung der Werbung kümmere.

Werden Marken überschätzt?
Nicht nur Werbung war Bestandteil der Umfrage, man wollte auch mehr über die Bedeutung der Marken erfahren. Und dabei ergab sich das doch einigermassen überraschende Ergebnis, dass 54% der Befragten sich überhaupt nichts aus Marken machen. Für sie habe die Marke keinerlei Bedeutung. 26% meinten gar, sie könnten total auf sie verzichten.

érasm Präsentation (f) ((PDF Datei))

Piero Schäfer

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22.08.2005

Lauterkeitskommission

Chinesischer Besuch bei der Lauterkeitskommission

Fünf VertreterInnen der chinesischen Werbewirtschaft haben der Schweizerischen Lauterkeitskommission einen Informationsbesuch abgestattet.

Informationsbesuch aus China bei der Lauiterkeitskommission

Shui Zhidong, Delegeationsleiterin Li Yali, Lauterkeits-Sekretär Dr. Marc Schwenninger, Tao Ping vom chinesischen Werbeverband, Yang Shuyao und Han Ping.

Es sind knapp 20 Jahre her, seit in China die erste Werbung zugelassen wurde. Seither hat sich die Situation im ehemals planwirtschaftlich organisierten Riesenreich grundlegend geändert. Werbung gehört heute zum Alltag, auch wenn die Ausgaben mit rund 10 Milliarden Euro pro Jahr vorläufig noch relativ bescheiden sind. Doch die Zuwachsrate beträgt über 20 Prozent. In China gibt es sogar einen Werbeverband (China Advertising Association), dem bisher rund 500 Firmen, Agenturen und Medien angehören. Fünf Vertreterinnen und Vertreter der Werbewirtschaft sind gegenwärtig unterwegs in Belgien, Frankreich und der Schweiz. Sie wollen mehr über das Werberecht im Allgemeinen und das Lauterkeitsrecht im Speziellen in Erfahrung bringen. Deshalb stattete die fünfköpfige Delegation der Schweizerischen Lauterkeitskommission, respektive deren Sekretär, Marc Schwenninger, einen Informationsbesuch ab. Die drei Damen und zwei Herren aus China wurden angeführt von Li Yali, Bevollmächtigte des Amtes für Industrie und Handel. Im Mittelpunkt ihres Interesses stand die lauterkeitsrechtliche Regelung von medizinischen Produkten, Nahrungsmitteln und Kosmetik. Auch wenn im Reich der Mitte Werbung noch ein relativ neuartiges Instrument ist, lässt sich feststellen, dass die Regelungen bezüglich Lauterkeit der Aussage sehr ähnlich sind wie bei uns. Allerdings besteht ein grundsätzlicher Unterschied: Derweil bei uns die Selbstkontrolle durch die Branche selbst, also durch eine private Kommission erfolgt, geschieht sie in China durch staatliche Organe.

Piero Schäfer

 

22.07.2005

Lauterkeitskommission

Aktualisierte Vereinbarung der Lauterkeitskommission und Swiss Cigarette

Die Vereinbarung zwischen der schweizerischen Zigarettenindustrie und der Schweizerischen Lauterkeitskommission aus dem Jahre 2002 über Selbstbeschränkungen dieser Branche in der Werbung wurde aktualisiert. Es wurden vor allem formelle Anpassungen vorgenommen. Die Vereinigung der schweizerischen Zigarettenindustrie mit Sitz in Fribourg heisst neu Swiss Cigarette. Zur Klarstellung wurde zudem der Begriff „Jugendliche“ durch „Minderjährige“ ersetzt. Die Vereinbarung hat zum Ziel, dass sich die Vermarktung und Distribution von Tabakprodukten ausschliesslich an erwachsene Rauchende und nicht an Minderjährige richten. Darüber hinaus führt neu Swiss Cigarette eine aktuelle Liste der Publikationen, in denen Tabakwerbung erlaubt ist. Das sind Printmedien, bei welchen eine realistische Grundlage für die Annahme besteht, dass mindestens 80 % der Leserschaft Erwachsene sind. Swiss Cigarette basiert dabei auf den von der WEMF (AG für Werbemedienforschung) gelieferten Angaben. Die Liste wird von der Lauterkeitskommission jährlich überprüft und genehmigt.

Die ganze Broschüre kann auch in gedruckter Form (d/f) bestellt werden: +41 44 211 40 11. oder als PDF heruntergeladen werden.

Piero Schäfer

 

15.07.2005

Schweizer Werbung SW

Zürcher Werbeclub bei der SW

Die Geschäftsstelle des Zürcher Werbeclubs ist seit dem 1. Juli bei der Schweizer Werbung SW angesiedelt. Die Arbeiten werden vom Administrationspool Maja Hättenschwiler, Monika Luck und Rita Burkhardt (Buchhaltung) übernommen. Für Korrespondenz und Kontakte gilt deshalb ab sofort:

Zürcher Werbeclub
Geschäftsstelle: Kappelergasse 14, Postfach 3021, 8022 Zürich
Telefon +41 43 288 59 68, Fax +41 44 211 80 18

Piero Schäfer

 

10.07.2005

Schweizer Werbung SW

PMK-Diplomfeier 2005

Der gemütliche Teil der Ausbildung

Diplomfeier der Planer/-innen Marketingkommunikation 2005

Übergabe eines Diploms durch den Präsidenten René Schmutz und den Prüfungsleiter Roland Ehrler


Trotz unerhöhrter Hitze haben es sich zahlreiche Absolventinnen und Absolventen der Berufsprüfung "Planer Marketingkommunikation" nicht nehmen lassen, an der offiziellen Abschlussfeier teilzunehmen, um einerseits die Frucht der Anstrengungen in Form eines Diploms entgegen zu nehmen und andererseits bereits erstes Networking zu betreiben. Besonderen Applaus ernteten die Besten des Jahrgangs. Und zwar sind das: Claudia Gall, Eveline Roos, Patricia Schmid, Bertrand Saillen und Alain Glanzmann. Die Schweizer Werbung übermittelt auf diesem Weg herzliche Glückwünsche.

Piero Schäfer

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05.07.2005

Volkswirtschaftlicher Nutzen der Werbung

Arbeitsplätze und Medien

Bei der Diskussion um Werbeverbote stehen meist Fragen der Gesundheit und der Tauglichkeit solcher Massnahmen im Vordergrund. Praktisch ausgeklammert ist dabei der volkswirtschaftliche Nutzen. Erstmals geht eine im Auftrag der Schweizer Werbung SW durchgeführte Lizentiatsarbeit dieser Frage nach.

Die Arbeit, die von Sandra Guetg für das Institut für Marketing an der Universität Bern verfasst worden ist, hat zur Zielsetzung, den volkswirtschaftlichen Nutzen von Werbung in der Schweiz bezüglich Werbeumsatz und vor allem betreffend Arbeitsplätze zu untersuchen. Letzteres ist im Zusammenhang mit der Werbeverbots-Diskussion von Bedeutung, weil solche Verbote zahlreiche Konsequenzen auf den Arbeitsmarkt haben würden. Generell kann festgestellt werden, dass Werbung einen bedeutsamen Nutzen für die Schweizer Volkswirtschaft darstellt und Werbung Arbeitsplätze schafft und sichert. Ein weiterer wichtiger Nutzen liegt darin, dass die Werbegelder ein breites, vielfältiges und qualitativ hoch stehendes Mediennetz ermöglichen, werden doch pro Jahr weit über 3,5 Milliarden Franken allein in die klassischen Medien investiert. Dazu kommen Investitionen im ständig an Bedeutung zunehmenden Bereich Direct Marketing, im Internet und anderen Kanälen.

Die Werbebranche ist in der Schweiz statistisch gesehen relativ schwach erfasst. Daten über die Anzahl Beschäftigte sowie Arbeitsplätze, die durch Werbung direkt oder indirekt finanziert werden, sind nicht erhoben und kaum zugänglich. Es ist das Verdienst der Autorin, hier erstmals etwas Transparenz geschaffen zu haben. Untersucht wurde auch die gegenseitige Beeinflussung von Werbeumsatz und Bruttoinlandprodukt (BIP).

Bei der Eruierung der Arbeitsplätze wurde einerseits die für Werbung und Kommunikation arbeitenden MitarbeiterInnen bei den Arbeitgebern ermittelt, anderseits die Anzahl Arbeitsplätze, welche durch Werbegelder finanziert werden: Die Anzahl MitarbeiterInnen einer Branche wurde anhand des prozentualen Werbeumsatzes am Unternehmensumsatz errechnet.


Volkswirtschaftlicher Nutzen in acht Punkten:

1. Werbung schafft Arbeitsplätze
Werbung bringt einer Volkswirtschaft auf verschiedenen Ebenen einen Nutzen. Der wohl wichtigste ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Ebenfalls nicht unrelevant ist die Frage, wie gross die Summe der Steuergelder ist, welche von den Lohnsteuern in die Staatskasse zurückfliessen.

2. Werbung garantiert Marktwirtschaft
Um in der Marktwirtschaft erfolgreich zu sein, ist möglichst grosse Information anzustreben. Werbung übernimmt diese Funktion, indem sie eine Botschaft von einer Partei (Anbieter, Produzent etc.) an eine Zielgruppe (Konsument, Händler etc.) trägt.

3. Werbung finanziert Medien
Basis eines demokratischen Landes ist die Informations- und Meinungsfreiheit. Ermöglicht wird diese durch unabhängige, zum Teil durch Werbung finanzierte Medien. Würden diese Gelder entfallen, wäre eine massive Veränderung der Medienlandschaft zu befürchten. Vor allem wäre mit einem Verlust an Medienvielfalt zu rechnen. Nicht zu vergessen auch die Wirkung auf zuliefernde Branchen wie Papier- und Druckindustrie.

4. Werbung verstärkt den Wettbewerb und senkt Kosten
Durch das Kommunikationsverhalten der Unternehmen wird Markttransparenz geschaffen, wodurch der Markt überschaubarer und vergleichbarer wird. Dies führt zu einem erhöhten Wettbewerb. Dieser wiederum steigert Dynamik und Innovation der Unternehmen. Folgen: Qualitative Verbesserung und Kostensenkung. Durch den Einsatz von Werbung wird eine grössere Käuferschaft angesprochen und der Absatz steigerbar.

5. Werbung nähert Markterzeugnisse den Kundenwünschen an
Wie erwähnt, stehen Unternehmen in gegenseitigem Wettbewerb, dadurch wächst die Bedeutung der Marktkommunikation, weil die Unternehmen die Kunden gezielt und bedürfnisorientiert erreichen wollen.

6. Werbung ermöglicht kulturelle Events
Durch Sponsoring erhoffen sich Investoren einen positiven Imagetransfer. Die Wirtschaft fördert so durch ihre Werbetätigkeit die kulturelle Vielfalt. Diverse Sportaktivitäten und soziale Anlässe sind ohne Werbegelder gar nicht denkbar.

7. Werbung generiert Mehrwert
Durch Werbung wird die Absatzmenge erhöht, gleichzeitig wird durch den Aufbau eines Markennamens respektive Produktes ein Mehrwert geschaffen, indem ein höherer Stückpreis erzielt werden kann.

8. Werbung kurbelt Wachstum an
Werbung ist eine Komponente des wirtschaftlichen Systems und somit Teil der volkswirtschaftlichen Produktivität. Als betriebswirtschaftliches Entscheidungskriterium scheint der Einfluss der Wirtschaftslage auf die Werbung grösser zu sein als umgekehrt.

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Arbeitsplatzsituation

Im zweiten Teil der 120-seitigen Arbeit untersucht Sandra Guetg die Bedeutung der Werbung im Zusammenhang mit der Arbeitsplatzsituation:

Werbung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Anzahl der werbenden Unternehmen nahm zwischen 1998 und 2004 um 11,6% zu. Das heisst: Firmen betrachten Werbung als erforderliche Notwendigkeit, um den Unternehmenserfolg zu sichern und zu steigern. Zugenommen hat damit auch die Anzahl der in der Branche tätigen MitarbeiterInnen.

9000 MitarbeiterInnen bei Auftraggebern
Konkrete Zahlen über MitarbeiterInnen bei den Auftraggebern existieren nicht, man ist also auf eine Schätzung angewiesen. Die Autorin geht dabei von einem Durchschnittswert von 1,5 MitarbeiterInnen (150 Stellenprozent) pro Million Investitionsvolumen aus. Wenn man insgesamt 6 Milliarden Franken Investitionsvolumen als Basis annimmt, ergibt das eine Summe von 9000 Personen. Davon ausgehend ergibt sich bei Arbeitsplatzkosten von 120’000 Franken ein Total von 1,17 Milliarden Franken.

3000 MitarbeiterInnen bei Printmedien
Gemäss Bundesamt für Statistik waren 2001 über 3000 Personen mit dem Drucken von Printtiteln einschliesslich Werbezeitungen beschäftigt.

2500 MitarbeiterInnen bei Agenturen
Aufgrund der Informationen der diversen Branchenverbände beziffert die Autorin die Anzahl MitarbeiterInnen bei den diversen Agenturen (Werbung, PR) auf knapp 2500.

3500 MitarbeiterInnen beim Fernsehen
Im Jahr 2003 waren beim Schweizer Fernsehen DRS 1093 Personen beschäftigt. Da von den privaten Sendern keine Zahlen verfügbar sind, hat die Autorin die Anzahl der MitarbeiterInnen hochgerechnet. Zusammen mit allen Arbeitsplätzen, welche mit dem Ausstrahlen von Fernsehprogrammen sowie deren Herstellung zu tun haben, ergibt sich ein Total von über 3500 Vollzeitstellen.

2500 MitarbeiterInnen beim Kino
Das Bundesamt für Statistik weist im Jahr 2001 2463 Personen aus, die in Kinos beschäftigt sind. Nicht in Erfahrung gebracht werden konnte, wie gross der Anteil des Umsatzes von 38 Millionen Franken an Werbeeinnahmen ist.

In diversen Branchen (Radio, Plakate, Teletext und Direktwerbung) konnten keine genaueren Informationen eruiert werden.

Die Druckindustrie weist eine starke Wechselwirkung zur Werbebranche auf, entfallen doch 63% der in Auftrag gegebenen Werbung auf Printmedien und weitere 11% auf die Plakatwerbung. 27% des Umsatzes resultieren aus Werbedrucksachen, was einem Betrag von 1,7 Milliarden Franken entspricht.

Betreffend MitarbeiterInnen sind gemäss Viscom heute 31’270 Beschäftigte in der Druckindustrie registriert. Bei einem Werbeanteil von 27% kann deshalb mit einem Total von 8500 angestellten Personen gerechnet werden, die mit der Herstellung von Werbematerial beschäftigt sind und über Werbung finanziert werden.

Bei Berücksichtigung aller relevanter Branchen ist ein Total von über 30’000 Personen, die mit Werbung zu tun haben, sicher nicht weit danebengegriffen, das entspricht rund 1% aller Stellen.

Stellt man sich ein hypothetisches Szenario vor, dass ein Teil der Werbeaufwendungen durch Werbeverbote wegfällt, so wären die Folgen fatal: Es ist nicht anzunehmen, dass die Konsumenten für den Fehlbetrag aufkommen würden, die Medienunternehmen wären also gezwungen, Mitarbeiter abzubauen. Ausserdem würde die Qualität der Produkte leiden.

Vergleich Nettowerbeumsatz und BIP
Der Nettowerbeumsatz in der Schweiz beträgt rund 5,7 Milliarden Franken. Stellt man diesen Betrag dem Bruttoinlandprodukt gegenüber, erkennt man den volkswirtschaftlichen Nutzen der Branche: Sie trägt zu 1,4% zum BIP bei.

Der Verlauf der Nettowerbeumsätze ist nicht identisch mit demjenigen des BIP. Eine gegenseitige Korrelation ist demnach eher fraglich: Die einen glauben, Werbung sei in der Lage, den Wirtschaftsverlauf der Zukunft zu beeinflussen, andere denken, dass die Werbeaufwendungen von der Wirtschaftssituation abhängen.

Piero Schäfer


Fazit

Der volkswirtschaftliche Nutzen der Werbung in der Schweiz widerspiegelt sich in einem Netto-Werbeumsatz von über 5,7 Milliarden Franken und über 30'000 Vollzeitstellen, welche durch Werbung finanziert werden.

Neben den Arbeitsplätzen verdankt das Land der Werbung ein qualitativ hochstehendes, breites und vielfältiges Mediennetz. Bei einem Wegfall der Werbegelder wären neben den Medien insbesondere die Druckindustrie stark betroffen, da über ein Viertel der Brancheneinnahmen aus Werbung stammt. 9000 Arbeitsplätze wären allein in dieser Branche in Gefahr.

Werbung hat ständig an Bedeutung zugenommen: Zwischen 1998 und 2004 hat die Anzahl der Firmen, welche Werbegelder ausgeben um 11,6% zugenommen. Im Jahr 2004 vermochten die 20‘504 Unternehmen, die allein in den klassischen Medien Werbeaktivitäten aufweisen, einen Gesamtumsatz zu generieren, mit welchem 31'274 Vollzeitstellen finanziert werden können.

Quellen:
 «Volkswirtschaftlicher Nutzen von Werbung in der Schweiz. Eine Analyse bezüglich Werbeumsatz und Arbeitsplätzen», 120 Seiten

lic. rer. pol. Sandra Guetg, Lizentiatsarbeit für das Institut für Marketing der Universität Bern, Prof. Dr. rer. pol. Martial Pasquier, Wintersemester 2004/05.

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Piero Schäfer

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12.05.2005

Eidgenössische Berufsprüfung «Planer Marketingkommunikation» 2005

Besser als im Vorjahr

86 von insgesamt 144 Kandidatinnen und Kandidaten haben dieses Jahr die Prüfung «Planer Marketingkommunikation» bestanden. Damit waren 60 Prozent der Teilnehmerinnen respektive Teilnehmer erfolgreich. Die besten beiden Absolventinnen erzielten einen Notendurchschnitt von 5,0.

Die Prüfungskommission der Schweizer Werbung hat am 11. Mai die Resultate der eidgenössischen Berufsprüfung Planer/in Marketingkommunikation (PMK) verabschiedet. Das Ergebnis der diesjährigen Prüfung ist besser ausgefallen als im Vorjahr, haben doch 60 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Erfolg abgeschlossen. 2004 waren es 54 Prozent gewesen.

Die Bestmarke erreicht haben Eveline Roos und Patricia Schmid. Die beiden führen das Feld der AbsolventInnen mit einem Notendurchschnitt von 5,0 an. Aus der Romandie sind 21 Kandidatinnen und Kandidaten zur Prüfung angetreten. Davon haben elf die Prüfung erfolgreich absolviert. Nachdenklich stimmt, dass sich insgesamt 25 Prozent weniger KandidatInnen als im Vorjahr der Prüfung gestellt haben. Die meisten InteressentInnen müssen ihre Weiterbildung heute selbst bezahlen, was sich offensichtlich quantitativ auf die eidgenössische Berufsprüfung auswirkt. Immerhin: Die Verantwortlichen rechnen mit einer baldigen Trendwende, lohnen sich doch Investitionen in die Weiterbildungen je länger je mehr.

Die 86 neuen Planerinnen und Planer Marketingkommunikation können jetzt mit ihrer eidgenössischen Berufsprüfung nachweisen, dass sie insbesondere in den Hauptfächern Kommunikationsplanung, Media und Produktion über ein breites und praxisorientiertes Fachwissen verfügen. Keine andere Berufsprüfung mit Fachausweis deckt diese Disziplinen besser ab. Die Übergabe der eidgenössischen Fachausweise findet am 24. Juni in Zürich statt.

Piero Schäfer

 

02.05.2005

Mitgliederversammlung der Schweizer Werbung SW

Eine Lanze für den Liberalismus

Die Schweizer Werbung SW, Dachorganisation der kommerziellen Kommunikation, hat am Freitag, in Appenzell ihr 80-jähriges Bestehen gefeiert. Gastreferent Bundesrat Hans-Rudolf Merz würdigte in seinem Referat die zunehmend schwieriger werdenden Rahmenbedingungen, welchen nicht zuletzt die Kommunikationsbranche ausgesetzt ist und forderte als Gegenmassnahme gelebten Liberalismus.


Tag der Werbung 2005 in Appenzell


Das ist Appenzell. Das ist die Schweiz. Pünktlich und in einer diskreten schwarzen Limousine rollte Finanzminister Hans-Rudolf Merz vor die sonnenüberflutete Ziegelhütte in Appenzell, wo er vom Präsidenten der Schweizer Werbung SW. Carlo Schmid-Sutter, freundschaftlich empfangen wurde. Keine Bodygards, kein Helikopter, kein Aufheben. Der Bundesrat war angereist, um dem Verband zu seinem 80. Geburtstag zu gratulieren und er tat es sympathisch und konziliant. Er hiess die Werber «in der Hochburg des Eigensinns» willkommen und meinte, er fühle sich im Kreis der Feiernden wohl, handle es sich doch für einmal nicht um Subventionsempfänger, sondern um Steuerzahlende: «Sie tragen in hohem Mass zu unserer Volkswirtschaft und an unseren Fiskus bei», stellte Merz anerkennend fest. Gerne hätte er der SW ein Geschenk mitgebracht, meinte der Finanzminister, die Staatskasse sei aber bekanntlich fast leer und so müsse sich die Branche halt mit tröstenden Worten begnügen.

Bundesrat Merz hat durchaus zur Kenntnis genommen, dass die Werbewirtschaft im Moment und zunehmend von einschränkenden Gesetzesmassnahmen bedrängt wird. Er streifte das neue RTVG, ging auf die Kinderwerbung ein und spitzte die Situation auf den Satz zu: «Unser Leben wird quasi zum Verbot mit Erlaubnisvorbehalt», eine Bemerkung, welche die SW-Mitglieder und Gäste mit spontanem Applaus würdigten. Als Alternative gegen die zunehmende Verbotswelle empfiehlt Bundesrat Merz den Liberalismus. Und dabei meinte er nicht die parteipolitische Dogmatik, sondern die humane Philosophie, welche den selbstbestimmten, reifen Menschen ins Zentrum stellt, der Verantwortung für sich und seine Umwelt übernimmt. «Liberalismus bedeutet auch,» meinte Merz, «dass jeder Eingriff in die Privatsphäre des Menschen angemessen sein soll.» Und er folgerte daraus, dass Werbeverbote unter solchen Vorzeichen nicht zu rechtfertigen sind. «Unsere Gesellschaft wird lernen müssen, mehr Liberalismus zu leben und diesen von allen Formen des Missbrauchs abzugrenzen,» schloss Hans-Rudolf Merz seinen herzlich applaudierten Vortrag.

Natürlich kam auch SW-Präsident nicht um die politisch bedrohliche Situation der Branche herum. Und auch er liess eine neue Linie in der Argumentation erkennen. Nachdem es trotz mangelnder Beweise für eine Korrelation zwischen der Werbung und dem Konsum gewisser Güter nicht gelinge, die Untauglichkeit solcher Massnahmen beliebt zu machen, werde man in Zukunft vermehrt auf die wirtschaftliche Komponente setzen und zwar nach dem Slogan «Im Zweifel für die Freiheit». Zum Schluss rief der SW-Präsident die Anwesenden auf, sich zusammen mit der SW weiterhin solidarisch gegen die bedrohlich werdende Situation ein zu setzen.

Nach seiner Begrüssung führte der Präsident gekonnt und routiniert durch die Traktanden. Sie enthielten freilich keinerlei Klippen und wurden alle zügig und einstimmig erledigt. Einen kurzen Kadenzwechsel verursachte lediglich die Wahl von zwei neuen SW-Vorstandsmitgliedern sowie die Ehrung des langjährigen Prüfungsleiters Friedrich Märki. Neu in den Vorstand aufgenommen wurden: Henri Robyr, FRP (an Stelle von Saverio Progano) und Christian Merk, Zurich (an Stelle von Ingrid Gfeller, Nestlé).

Der gesellschaftlich und kulinarisch inspirierende Teil in der eindrücklichen Ziegelhütte wurde umrahmt vom Appenzeller Kabarettisten Simon Enzler sowie dem jungen Hackbrettspieler Nicolas Senn.


Die Bilder zur Veranstaltung können hier angesehen werden.

Piero Schäfer

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28.04.2005

Schweizer Werbung SW

Tag der Werbung

80. Mitgliederversammlung der Schweizer Werbung SW/PS Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell

Programm

10.30h Generalversammlung SAWI, im grossen Ratssaal Appenzell

ab ca. 12.30h Lunch SAWI Mitglieder + Gäste im Museum Appenzell

13.00h idée-VfW GV, bei Appenzeller Alpenbitter, Appenzell

ab 14.30h Eintreffen der SW Mitglieder zur MV Schweizer Werbung SW
in der Kunsthalle Ziegelhütte, Appenzell

15.00h 80. Mitgliederversammlung der Schweizer Werbung SW/PS
Begrüssung durch den Präsidenten Carlo Schmid-Sutter,
 Mitgliederversammlung gemäss Traktandenliste

ca. 16.30h Eintreffen der SW-Gäste
sowie der GV-Teilnehmer idée/VfW und GV-Teilnehmer SAWI

Gemeinsamer Apéro in den Räumlichkeiten der Ziegelhütte

ca. 17.00h Bundesrätliche Grussbotschaft: Bundesrat Hans-Rudolf Merz

ca. 17.45h Simon Enzler, Kabaretist

ca. 18.00h Apéro

ca. 19.00h Auftritt Nicolas Senn, Hackbrett pur

20.30h Dessert Buffet

ca.21.00h Offizielles Ende

Die Bilder zum Anlass können hier eingesehen werden.

 

14.02.2005

Schweizer Werbung SW/PS

Stellungnahme der Schweizer Werbung SW zum geplanten Gesundheitsgesetz des Kantons Zürich

Es ist nachgerade bekannt, dass viele Politiker Gesundheitsprobleme und übermässigen Konsum von gesundheitsschädigenden Produkten mit Werbeverboten bekämpfen wollen. Das liegt im Trend, wird aber dadurch nicht wirkungsvoller. Die geplanten Massnahmen im Werbebereich sind weitgehend untauglich im Kampf gegen Tabak- und Alkoholkonsum, sie würden aber weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen haben. Und zwar für zahlreiche ökonomische Einzugsbereiche wie Medien, Druckereien. Werbeagenturen, kulturelle und sportliche Veranstaltungen, gastronomische Betriebe und all deren Zulieferer. Jede Rezession manifestiert die Vernetzung der diversen Branchen. Ist es da wirklich sinnvoll, willkürlich wirtschaftliche Probleme hervorzurufen mit Massnahmen, welche weitgehend wirkungslos und deshalb unverhältnismässig sind?

Kommt dazu, dass kantonale Regelungen zu absolut skurrilen Situationen führen werden, welche die Rechtssicherheit untergraben.

Das neue RTVG sieht eine Liberalisierung im Bereich der Alkoholwerbung vor. Private Fernsehstationen kommen aber niemals in den Genuss dieser Liberalisierung, wenn gleichzeitig Werbeverbote wirksam werden. Die lokale Brauerei darf also nicht werben, die grossen internationalen Marken sind aber in den TV-Stuben dank Kabel-TV und Satellit präsent. Eine groteske Verzerrung der Konkurrenzsituation und extreme Diskriminierung einheimischer Firmen.

Die Schweizer Werbung SW hofft, dass es im Rahmen der parlamentarischen Beratung noch möglich sein wird, solche Argumente einzubringen, denn die kommerzielle Kommunikation ist – wenn auch nicht überall beliebt – so doch ein vitaler Motor der Wirtschaft. Wer diese wissentlich beeinträchtigt, muss sich auch der wirtschaftlichen Konsequenzen bewusst sein. Und hat sie auch zu verantworten.

Piero Schäfer

 

10.02.2005

Lauterkeitskommission

Tätigkeitsbericht 2004 der Lauterkeitskommission erschienen

Wie jedes Jahr publiziert die Lauterkeitskommission auch heuer einen Tätigkeitsbericht. Darin informiert die Kommission über die Geschäfte des vergangenen Jahres. Die Anzahl Beschwerden ist mit 290 praktisch gleich hoch geblieben wie im Vorjahr. Das Jahr war erneut geprägt durch Beschwerden betreffend geschlechterdiskriminierende Werbung. Das Verbot geschlechterdiskriminierender Werbung ist ein klassischer Fall der Selbstbeschränkung durch die Branche, findet sich doch im staatlichen Recht diesbezüglich keine rechtliche Handhabe. Um ihre Kompetenz in der Beurteilung dieser oft heiklen Fälle zu verbessern, hat die Lauterkeitskommission die Leiterin des Gleichstellungsbüros der Stadt Zürich, Dore Heim, in das Expertengremium aufgenommen. Markant zugenommen haben auch die Beschwerden über Formulare zum Eintrag in Online- oder andere Register.

Mitgliedern der Schweizer Werbung SW wird der Bericht in diesen Tagen per Post zugestellt.

Monika Luck

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10.02.2005

Lauterkeitskommission

Neuerungen bei der Lauterkeitskommission

Konkurrenten zur Kasse gebeten

Seit über 40 Jahren beurteilt die Lauterkeitskommission unentgeltlich Beschwerden. Seit dem 1. Januar müssen Firmen, welche gegen Konkurrenten Beschwerde erheben, eine Bearbeitungsgebühr entrichten.
 
Die Lauterkeitskommission befasst sich seit 1966 als Selbstkontrollorgan der Werbebranche mit der Beurteilung von unlauteren Sachverhalten in der kommerziellen Kommunikation. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Beschwerden erheblich gestiegen, was dazu geführt hat, dass die Kommission zunehmend finanziell an ihre Grenzen stiess. Aufrufe in der Branche, die eigentlich ein Interesse an dieser wichtigen Institution haben sollte, verhallten ungehört. So hat die Kommission beschlossen, per 1. Januar 2005 eine pauschale Bearbeitungsgebühr von CHF 500.- einzuführen, wenn die Beschwerde gegen die Werbung einer Konkurrenzfirma gerichtet ist. Verfahren, in welche zwei konkurrierende Unternehmen verwickelt sind, sind in der Regel ausgesprochen aufwändig. Dieser Aufwand rechtfertigt deshalb aus Sicht der Kommission eine bescheidene Kostenbeteiligung, erhält der Beschwerdeführer doch eine fachkundige lauterkeitsrechtliche Beurteilung des Sachverhaltes durch ausgewiesene Sach- und Branchenexperten. Die Bezahlung der Bearbeitungsgebühr ist eine Voraussetzung für die Anhandnahme der Beschwerde. Für Konsumenten bleibt die Beschwerdenerhebung freilich nach wie vor unentgeltlich.

Um diese Änderung der Praxis durchzuführen, war eine Anpassung des Artikels 18 des Geschäftsreglementes nötig. Absatz 2 dieses Artikels heisst neu: «Richtet sich die Beschwerde gegen eine Konkurrentin der beschwerdeführenden Partei, so hat diese vor Anhandnahme des Verfahrens eine Bearbeitungsgebühr von CHF 500.- zu bezahlen. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens verbleibt diese Gebühr der Kommission und ist im Verfahren vor der Schweizerischen Lauterkeitskommission nicht auf die Beschwerdegegnerin abwälzbar.»


Selbstkontrollmassnahmen der Alkoholbranche

Die Lauterkeitskommission ist im Bereich der Selbstregulierung der Wirtschaft auch als Schiedsgericht tätig. Insbesondere im Zusammenhang mit Selbstbeschränkungen, wie sie zum Beispiel die Zigarettenindustrie bereits vor mehreren Jahren beschlossen hat. Neu hat sich jetzt auch die Alkoholindustrie solche Selbstbeschränkungsregeln auferlegt. Diese sind am 1. Januar 2005 in Kraft getreten und werden von der Lauterkeitskommission auf Beschwerde hin überprüft. Unterzeichnet worden ist die Vereinbarung vom Groupement des spiritueux de marque GSM.

Bei diesem Verhaltenskodex (PDF) der Alkoholbranche geht es in erster Linie darum, Regeln für eine lautere Kommunikation fest zu legen. So schliesst der 12 Grundsätze aufweisende Katalog zum Beispiel Werbung an unter 18 jährige aus. Werbung darf in keiner Weise Assoziationen zum Arbeits- platz herstellen oder im Zusammenhang mit dem Lenken eines Motorfahr- zeuges stehen. Medizinische Aspekte sind ebenso verboten wie der Hinweis, dass Alkohol die geistige oder körperliche Leistungsfähigkeit steigern könne. Weiter werden die Musterabgabe und die Verpackung sowie die Areale geregelt, in welchen Werbung nicht erlaubt ist. So dürfen im Umfeld von 100 Metern zu Schulen, Freizeitzentren etc. keine Plakate für alkoholische Produkte werben. Ebenfalls ausgeschlossen ist Werbung auf Sportkleidern und Gegenständen, welche für Minderjährige bestimmt sind. Ebenfalls geregelt ist die Abgabe von Mustern: So ist es gemäss diesem Verhaltenskodex verboten Degustationen an Jugendliche unter 18 Jahren abzugeben.


Crossborder-Complaints weiterleiten

Ein Grossteil der Beschwerden, welche bei der Lauterkeitskommission eingereicht werden, betreffen Werbung, welche von der Schweiz aus gestreut wird, sich aber im Ausland auswirkt. Der Kommission war es jeweils praktisch unmöglich, die Richtigkeit der Ausführungen und der ausländischen Gesetzestexte zu prüfen und eine Beurteilung vor zu nehmen. Deshalb hat die Kommission beschlossen, solche Beschwerden zur Beurteilung an die zuständigen ausländischen Selbstkontrollorgane weiter zu leiten. Die Lauterkeitskommission wird die Entscheidung ihrer ausländischen Kollegen dann den Werbetreibenden in der Schweiz mitteilen. Das Geschäftsreglement (Art. 11 Abs. 3) ist entsprechend abgeändert worden.

Piero Schäfer

 

07.01.2005

Diplomübergabe an eidg. dipl. KommunikationsleiterInnen

Stimmungsvolle Feier

Fast alle sind sie gekommen, die Diplomandinnen und Diplomanden der Höheren Fachprüfung für KommunikationsleiterInnen 2004. René Schmutz , Präsident der SW-Prüfungskommission überreichte die begehrten Dokumente sowie diverse Spezialpreise Mitte Dezember im Berner Mattenquartier.

René Schmutz, Präsident der SW Prüfungskommission begrüsste die frischgebackenen KommunikationsleiterInnen im Restaurant – Bar – Kino Cinématte im Berner Mattenquartier und gratulierte ihnen zu ihrem Erfolg. Den Anfang machte er mit den Besten drei, Reto Meissner (5,1), Annette Kupferschmied (5,0) und Silke Heinzelmann (4,8) wurden mit besonderen Auszeichnungen und Preisen geehrt. Auch Laurent Pittet (4,5), der beste Absolvent aus der Romandie freute sich über seinen Spezialpreis. Aber auch die übrigen DiplomandInnen erhielten Zuwendungen diverser Sponsoren (b.a.t., Marketing & Kommunikation, publisuisse, SAWI und Touring). Nach der Diplomübergabe genossen die neu Diplomierten in der Orangerie der Cinématte «Tapas variades» und das feine Dessertbuffet bis spät in die Nacht. Wie spät, weiss nur der Wirt der Cinématte, und der hüllt sich in Schweigen...

Claudia Facchinetti

 

07.01.2005

Neu erschienen:

Was ist Werbung? – 4. Auflage

15'000 Exemplare der SW-Broschüre «Was ist Werbung» wurden neu gedruckt, erstmals auch in italienischer Sprache. Dank zahlreicher Sponsoren konnte die Finanzierung sicher gestellt werden.


Was ist Werbung? 4. Auflage


Die Broschüre «Was ist Werbung?» ist neu überarbeitet in der 4. Auflage erschienen. Neben deutsch und französisch wurde sie erstmals auch in italienischer Sprache gedruckt. Sie ist vor allem beliebt in der Berufsberatung und in Schulen, aber auch bei einzelnen Personen, die sich über Berufe in der Werbung informieren wollen. Die Schweizer Werbung hatte die 1. Auflage im Januar 2000 veröffentlicht zum 75-jährigen Bestehen der SW. Über 50 Berufsbilder werden in der reich illustrierten Broschüre im A4-Format auf insgesamt 52 Seiten vorgestellt. Sie kann zu einem symbolischen Preis von einem Franken pro Stück (ab 2010, neueste Auflage CHF 5.-/Stück) bestellt werden:

Monika Luck

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Ein Werbeverbot löst das Schuldenproblem der Jugendlichen nicht

20.12.2011

Werbung für Kleinkredite soll verboten werden. So will es die «Initiative Aubert», die der Ständerat am Montag verabschiedet hat. Die Schweizer Werbung SW glaubt nicht, dass ein Werbeverbot das Schuldenproblem der Jugendlichen lösen wird. Deshalb engagiert sie sich gegen dieses Werbeverbot und setzt sich für liberale Werbemöglichkeiten ein.

National- und Ständerat wollen die Werbung für Kleinkredite verbieten. Am Montag hat nach dem National- auch der Ständerat die «Initiative Aubert» – mit 19 zu 17 Stimmen denkbar knapp – angenommen. Und das, obwohl die vorberatende Kommission empfohlen hatte, die Initiative abzulehnen. Die Schweizer Werbung SW zweifelt, dass ein Werbeverbot Jugendliche davor bewahren wird, in die viel zitierte Schuldenfalle zu tappen. Deshalb setzt sich die Dachorganisation für kommerzielle Kommunikation dagegen ein.

Die Initiative setzt ein falsches Zeichen
Die parlamentarische Initiative der Waadtländer SP-Nationalrätin Josiane Aubert will das Schuldenproblem junger Menschen lösen. Das ist Augenwischerei und kurzsichtig. Würde sich Frau Aubert wirklich um die Jugendlichen sorgen, müsste sie an ihre Eigenverantwortung und die Verantwortung der Erziehungsberechtigten appellieren. Kein Werbeverbot kann «das Übel an der Wurzel bekämpfen», wie es die Initiative verspricht. Die Initiative delegiert die Verantwortung an die Kleinkreditfirmen und die Werbewirtschaft.
 
UWG und Konsumkreditgesetz reichen
Ein Werbeverbot würde alle Werbemassnahmen verbieten, nicht nur die, die sich an Jugendliche richten. Das könnte zu einem wenig transparenten Markt und möglicherweise höheren Kreditzinsen führen, weil die Kleinkreditfirmen nicht mehr werben dürften und ihre Angebote nicht mehr so gut vergleichbar wären wie heute. Ausserdem sind das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Konsumkreditgesetz jetzt schon schärfer als in unseren Nachbarstaaten oder die entsprechenden EU-Richtlinien.
 
Werbeverbot statt Eigenverantwortung?
Werbeverbote wie dieses bedrohen unsere Werbewirtschaft und beschneiden die Eigen-verantwortung mündiger Bürger. Produkte, die frei auf dem Markt erhältlich sind, sollen ohne Einschränkungen beworben werden dürfen. Deshalb ist die Schweizer Werbung SW enttäuscht von der Entscheidung der kleinen Kammer und wird sich auch in Zukunft für liberale Werbemöglichkeiten engagieren. Sie wird die Arbeit der Wirtschaftskommission des Nationalrats, welche die neue Gesetzesvorlage ausarbeiten wird, genau beobachten und alle Interessen der Werbewirtschaft aktiv vertreten.
 
Roger Hausmann, Kommunikationsbeauftragter der SW ad intermin

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Jürg Siegrist ist verstorben

04.05.2012

Jürg Siegrist, Direktor des Schweizer Werbeauftraggeber-Verbandes SWA und langjähriger Partner bei gemeinsamen Projekten mit der Schweizer Werbung SW, ist am 28. April 2012 im Kreise seiner Familie verstorben.

Der diplomierte Werbeleiter war 30 Jahre in der Werbebranche tätig, unter anderem in leitenden Positionen bei verschiedenen Werbeagenturen. In den letzten zehn Jahren seines Wirkens hat er mit unermüdlichem Einsatz den Schweizer Werbeauftraggeberverband zu einer in der Werbe- und Medienbranche anerkannten Institution gemacht.

Als langjähriger Partner der Schweizer Werbung SW war Jürg Siegrist stets ein loyaler Mitstreiter, wenn es um die Anliegen der Schweizer Werbewirtschaft ging. Als Initiant einer neuen Finanzierung für die Schweizerische Lauterkeitskommission hat er zudem unschätzbare Arbeit geleistet, auf die wir in Stiftung und Förderungsgesellschaft aufbauen können.

Im Kreise der Werbeschaffenden in der Schweiz und vor allem bei Schweizer Werbung SW entsteht durch sein Hinscheiden eine grosse Lücke.

Wir sprechen seiner Familie unser tiefes Beileid aus.

Ursula Gamper, SW Geschäftsführerin

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